EinleitungAm Computer oder an der Spielkonsole spielt jeder gerne mal das eine oder andere Ründchen, der eine mehr der andere weniger. Dabei kommen heutzutage allerlei Peripheriegeräte zum Einsatz: Die Maus, die Tastatur, der Joystick oder gar eine Infrarotpistole aber auch das gute alte Gamepad, welches schon seit Generationen verwendet und geliebt wird. Es ist klein, handlich, bietet viele Knöpfe und dient seinem Zweck. Mit der Zeit wurden neueste Techniken eingesetzt um die Spielerfahrung mit den Gamepads weiter zu steigern.
Gamepads wurden handlicher, robuster, erhielten feine analoge Steuerungshebel, Autofeuer, Vibrationsmotoren und manchmal wurden sie sogar kabellos. Wie bei jedem Peripheriegerät heutzutage reicht auch hier der Preis von günstig bis teuer. Das dabei das eine oder andere Feature in Kauf genommen werden muss, ist sicherlich jedem klar.
Die bekannte Firma Genius war so freundlich uns zwei aktuelle Gamepads aus ihrem Sortiment zukommen zu lassen.
- Genius MaxFire Blaze 2
- Genius MaxFire Pandora
Dabei handelt es sich um zwei völlig unterschiedliche Exemplare die dabei auch verschiedene Zielgruppen ansprechen sollen…
Vielen Dank an
VerpackungDie Verpackungen beider Gamepads sind Top. Top ganz einfach aus dem Grund, weil sie nicht, wie viele heutige Verpackungen zusammengeschweißt wurden (und somit beim Öffnen eine enorme Verletzungsgefahr darstellen, sowie einen Umtausch erschweren). Beide Verpackungen sind lediglich gesteckt und somit leicht und unkompliziert zu öffnen, sowie zu schließen. Klasse Genius.
LieferumfangDer Inhalt ist, wie für ein Gamepad üblich, sehr minimal gehalten. Während das MaxFire Blaze parallel zum Handbuch noch eine Treiber-CD mitliefert (die ja auch nötig ist), gibt es für das MaxFire Pandora ausschließlich eine Anleitung (da es ohne gesonderte Treiber funktioniert).
Genius MaxFire Blaze 2Bei unserem ersten Gamepad handelt es sich um ein Multifunktionales Gerät. Es bietet dem Spieler die Möglichkeit an der Playstation, sowie am PC verwendet zu werden.
Es bringt dabei die bekannten Playstation Funktionen mit:
- digitales 8-Wege Steuerkreuz
- zwei analoge Steuerknüppel
- die üblichen 10 Tasten (4 Haupttasten, 4 L/R-Tasten, sowie Start und Select)
- Umschaltung Analog/Digital
- 2 Vibrationsmotoren
Darüber hinaus ergänzt es diese um eine „Turbo“-Möglichkeit. Hiermit lassen sich mehrfache Tastenbetätigungen durch „gedrückthalten“ der Taste vereinfachen.

Das Genius MaxFire Blaze 2 wird mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 29,99€ angepriesen und richtet sich hierbei klar an die eifrigen Spieler unter uns.
Genius MaxFire PandoraDas Genius MaxFire Pandora ist ein Gamepad der besonderen Art. Während es auf die Mehrzahl der üblichen Funktionen verzichtet, erhält es im Gegenzug ein besonders kompaktes Äußeres, sowie ein geringes Gewicht.
- digitales 8-Wege Steuerkreuz
- 8 Knöpfe (6 Haupttasten und 2 L/R-Tasten)
- Turbo-Knopf Ein/Aus
Das Hauptmerkmal dieses Pads ist das einwickelbare USB-Kabel, welches sich im Gamepadgehäuse verstauen lässt. Dadurch lässt es sich problemlos auf jede Reise mitnehmen und überall benutzen. Das Spielen unterwegs ist somit problemlos möglich und unaufwändig.
Dieses Gamepad richtet sich ganz klar an die mobilen Spieler unter uns, da es durch die kompakten Aussenmaße und das einrollbare Kabel problemlos überall mit hingenommen werden kann.

Das Genius MaxFire Pandora wird mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 19,99€ gelistet.
Verarbeitung, Handling und ErreichbarkeitDas MaxFire Blaze 2 leistet sich bei der Verarbeitung absolut keine Patzer. Das Gehäuse ist aus robustem Hartplastik hergestellt, die Kanten sind sorgfältig entgratet worden, kein Knarzen oder Wackeln von Bauteilen und das Kabel sitzt fest im Gehäuse.
Durch die Zusammenfassung jedoch von zwei gesonderten Leitungen (jeweils für den Playstation und USB-Anschluss) ist das Hauptkabel übermäßig dick geworden und besitzt daher sehr wenig Elastizität und ein hohes Eigengewicht. Das Kabel insgesamt ist knapp 1,50m lang, wenn es an einer Playstation verwendet wird. Am PC wiederum ist es durch die getrennte Führung ca. 20cm länger.

Für unseren Geschmack könnte das Kabel etwas länger ausfallen, da man von der Playstation bzw. vom Fernseher in der Regel etwas weiter entfernt sitzt, als vom Computer. Sonst auch ist das Kabel von keinerlei Verarbeitungsmängeln geprägt.
Das Gamepad allgemein fühlt sich in großen Händen sofort zuhause, während kleine Hände evtl. an ihm verzagen könnten. Durch die wohlgeformten großen Griffe liegt es sanft in der Hand. Die 4 Aktionsknöpfe sind zusammen mit den beiden Steuermöglichkeiten (analog/digital) hervorragend erreichbar. Für die Start/Select-Knöpfe muss jedoch die Hand etwas aus der Position gebracht werden, um sie zu erreichen. Die hinteren 4 L/R Knöpfe sind ebenfalls gut zu treffen. Lediglich die obere Tasten-Reihe (L1/R1) sind etwas zu dünn geraten und bieten den Zeigefingern zu wenig Druckfläche.
Der Druckpunkt der Tasten ist als sehr gut einzustufen. Keine Knöpfe können sich bei schräger Betätigung verhaken.
Die Lage der Turbo/Analog Knöpfe sind etwas ungünstig gewählt, da sie sehr nahe bei den Aktionsknöpfen und dem digitalen Steuerkreuz liegen, während die wichtigen Start/Select-Knöpfe dadurch etwas eingebaut und schwer zu erreichen sind. Eine umgedrehte Anordnung würden wir an dieser Stelle eher bevorzugen.
Das MaxFire Pandora hingegen lässt den Spieler bzgl. der Verarbeitung etwas im Stich, wenn man es mit dem teureren Bruder vergleicht.
Es ist zwar ebenfalls hervorragend entgratet worden, jedoch sind die Scharniere und der Klippverschluss des Rückteils für die Verstauung des Kabels aus dünnem Plastik. Da gerade diese Bauteile erhöhter Beanspruchung ausgesetzt sind (durch Ausrollen und Einrollen des Kabels), könnte durch die leichte Verstärkung schnell eins der Scharniere brechen. Das Plastik des Gehäuses scheint bei diesem Gamepad auch etwas dünnwandiger zu sein als beim MaxFire Blaze 2, da bei Druck auf das Gehäuse etwas Spielraum entsteht. Die Verarbeitung des Kabels hingegen ist gut und besitzt genügend Elastizität. Die Kabellänge ist mit 1,20m ausreichend dimensioniert und reicht somit für jeden Laptop oder Tablet-PC.
Durch die kompakten Aussenmaße liegt das Gamepad in Kinderhänden sehr gut, bei großen Händen müssen die beide Zeigefinger stark angeschrägt werden um eine komfortable Steuerung der L/R-Tasten zu ermöglichen.
Der Druckpunkt der 6 Aktionstasten sowie der beiden äußeren L/R-Tasten ist als gut einzustufen, er könnte lediglich etwas stärker ausfallen. Das digitale Steuerkreuz ist sehr weich und angenehm und kommt selbst mit großen Daumen problemlos zurecht. Der Turbo- und Clear-Knopf hingegen besitzt einen sehr ungleichmäßigen und schwammigen Druckpunkt. Dies ist jedoch verzeihlich, da sie in der Regel recht selten verwendet werden.
Installation und EinrichtungDie Treibereinrichtung von CD für den MaxFire Blaze 2 verlief völlig problemlos und unkompliziert:
Nach ungefähr 2 min waren die Treiber in das System integriert und das Gamepad konnte verbunden werden.
Nach erfolgreicher Einrichtung standen dem Spieler dann drei neue Kontrollfenster in der „Spielsteuerungsverwaltung“ zur Verfügung
Das Gamepad kann hier einem Funktionstest unterzogen werden, indem die einzelnen Steuerungsknöpfe, sowie die Vibrationsfunktion (Force Feedback) getestet werden können. Darüber hinaus lassen sich diverse Vibrationseinstellungen vornehmen (Festlegung der Vibrationsstärke in verschiedenen Situationen).
Nun kann das Gamepad problemlos in jedem Spiel verwendet, sowie die jeweilige „ForceFeedback“-Funktion aktiviert werden. Das MaxFire Pandora-Gamepad hingegen kommt völlig ohne Treiber aus und kann sofort nach Anschluss an einen Windows 2000 oder XP Computer verwendet werden.
SpielerfahrungenGetestet haben wir beide Gamepads mit folgenden Spielen:
- Need For Speed Hot Pursuit 2 (Blaze 2: Force Feedback aktiv)
- FlatOut 2 (Blaze 2: Force Feedback aktiv)
- Super Nintendo Emulator (Super Mario World, Donkey Kong Country)
- NeoGeo Emulator (Windjammers)
Gleich vorweg: Beide Gamepads ließen sich problemlos in allen Spielen konfigurieren.
Während ausgiebiger Spieltests, kristallisierten sich bereits nach kurzer Zeit gleich 2 Könige heraus. Das MaxFire Blaze 2 bereitete in Verbindung mit den Analog-Sticks und der Vibrations-Funktion in beiden Rennsimulationen enorm viel Spaß. Zu keiner Zeit wurde das Gamepad für die Hände unangenehm. Bei Super Mario World, Donkey Kong Country und Windjammers hingegen war die Größe des Gamepads etwas störend. Hier bevorzugten wir eher das MaxFire Pandora, das aufgrund der kleinen Größe und den 6 Hauptknöpfen sich tapfer bei den alten Spielen durchschlug.
Auch in den Rennspielen lies uns das MaxFire Pandora nicht im Stich. Beide Spiele klappten wunderbar auch auf dem kleinen Gamepad, jedoch bevorzugen wir hier ganz klar die analoge Steuerung des MaxFire Blaze 2.
FazitBeide Gamepads machten von Anfang an einen guten Eindruck auf uns. Das MaxFire Blaze 2 Gamepad begeisterte mit einer ausgezeichneten Verarbeitung, guter Erreichbarkeit und Druckpunkt der Knöpfe, sowie mit einem stabilen, übersichtlichen Treiberpanel. Lediglich das zu dicke Kabel und die ungünstige Platzierung der Start/Select-Knöpfe trübten das Gesamtbild. Die Vibrationsfunktion hätte darüber hinaus nach unserem Geschmack ein klein wenig aggresiver vorgehen können.
Der kleine handliche Begleiter MaxFire Pandora erfreute mit einem geringen Gewicht, kleinen Aussenmaßen und vielen Knöpfen mit gutem Druckpunkt. Die Kabelaufwicklung ist eine kluge Sache und erspart unterwegs eine Menge Kabelsalat. Bei der Verarbeitung hätten wir uns jedoch etwas mehr Sorgfalt gewünscht, damit einem der Spaß unterwegs lange erhalten bleibt. Eine automatische Kabelaufwicklung wäre darüber hinaus noch eine Bereicherung gewesen.
Genius MaxFire Blaze 2Pro
+hübsche Optik (weiß, orange)
+viele Knöpfe
+wahlweise analoge oder digitale Steuerung
+sehr guter Druckpunkt
+handlich
+guter Treiber
+unkomplizierte Verpackung
+passender Preis
Contra
-etwas sperrig (evtl. zu groß für kleine Hände)
-dickes starres Kabel
-mittelstarke Vibration
-Platzierung der Start/Select-Knöpfe
Wertung: 88%
Genius MaxFire PandoraPro
+kleines Gehäuse
+sehr leicht
+trotz kleiner Größe 8 Aktionsknöpfe
+gutes digitales Steuerungskreuz
+guter Druckpunkt
+Kabelaufwicklung
+treiberlose Funktion
Contra
-Verarbeitung (hauptsächlich die Kabelverstauung)
-schwammiger Turbo/Clear-Knopf
-preislich könnte es etwas niedriger liegen.
Wertung: 79%