EinleitungGaming Equipment gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Dabei wurden schon sämtliche Bereiche abgegrast, die man sich nur vorstellen kann. Von speziellen Spielerhandschuhen zu Armstützen, Gripflächen für Mäuse über Mausskatez (Gleitpads).
Tastaturen mit Macrotasten, Displays, „Battlelights“ etc. Es wurden sogar spezielle Spielermäuse entwickelt, wo sich die Geschwindigkeit über eine gesonderte Taste im Spielverlauf verändern und mit variablen Gewichteinschüben das tatsächliche Gewicht der Maus bestimmen lässt.
Diese Gamerwelt lässt das Herz der Firmen höher schlagen. Dabei werden Hardwareprodukte sogar nach „berühmten“ PC-Spielern benannt und Empfehlungen von Clans (Zusammenschluss von mehreren Spielern zu einer Gemeinschaft) auf die Verkaufsverpackung diverser Produkte gedruckt.
Es gibt eine Menge am Markt, die seit einiger Zeit unüberschaubar geworden ist.
Bekannte Hersteller für Spielequipment sind hierbei Razer, Logitech, Revoltec, Raptor, Genius, etc.
Seit kurzem ist eine neue Firma dazugestoßen. Sie stammt diesmal direkt von einem Clan und hat unter diesem Namen bereits einige Spielergeräte entwickelt.
Die Rede ist hierbei von der jungen Firma „Zykon“, welche uns von ihrer neuen Gaming Mouse „Zykon Z1“ überzeugen wollte.
Vielen Dank an
Zykon Z1Die Zykon Z1 gehört zu der Kategorie „Von Gamern für Gamer“ was soviel wie „von erfahrenen Spielern die ihre Ideen und Wünsche in das Produkt einfließen lassen haben“ bedeuten soll.
Mit diesen Sprüchen schmücken sich gerne einige Firmen, da das Produkt dann nicht einfach nur in Massenriege mit hohen Werten angepriesen wird, sondern da richtig produktive Gedanken hinterstecken sollen. Diese Angabe wird häufig auf die Ergonomie, auf das Kabel, den Sensor und auch auf Sondertasten bzw. überhaupt auf die Lage der Tasten bezogen. Es wurde eben an die Spielerwünsche angepasst.
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Die Zykon Z1 kann, wie einige andere auf dem Markt erhältlichen Mäuse, mit hohen Leistungsangaben glänzen (übersetzt in deutsch):
- 2000 dpi Empfindlichkeit bei 7080 fps
- Cooles Aussehen und ergonomisches Design
- USB 2.0 Full Speed bei 1 ms Reaktionszeit
- Sieben programmierbare Tasten
- Extrem starkes/beständiges Kabel
- Inklusive Z1 Maustasche
- Echtzeit DPI Umschaltung zwischen: 400/800/1600/2000 dpi
- Goldener USB-Stecker
Das sieht auf dem ersten Blick schon mal viel versprechend aus. Zusätzlich zu den Leistungsangaben wartet die Maus ebenfalls mit einem Lasersensor auf, welche eine ausgezeichnete Abtastung auf nahezu jeder Oberfläche verspricht. Worauf letztendlich jedoch 7080fps (frames per second = Bilder in der Sekunde) bezogen sind und was das für einen praktischen Nutzen für den Spieler ergibt war uns jedoch unklar.
In unserem Test wird die Zykon Z1 vornehmlich gegen die bewährte und derzeit günstigere Logitech MX518 (optischer Sensor, 1600 dpi und ergonomische Form) antreten müssen. In dem Fall werden sich die meisten Aussagen und Feststellungen im Vergleich zur MX518 ergeben.
Verpackung, Inhalt und Design[attachthumb=2] [attachthumb=3] [attachthumb=4]
Die schlichte Verpackung der Zykon Z1 besteht hauptsächlich aus einem sehr dünnwandigen gesteckten Pappkarton mit eingeschobenem Plastikblister für das Produkt und die Beilagen.
Er gewährt problemlose Sicht auf die Maus und den goldenen Stecker, wodurch eine Besichtigung des Produktes vor dem Kauf möglich ist.
Nachdem die seitliche Lasche aufgeklappt wird, kann der Blister herausgezogen und aufgeklappt werden. Dies ist vollkommen ohne Werkzeuge wie eine Schere möglich, da er lediglich gesteckt worden ist und sich so unkompliziert öffnen lässt.
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Zum Vorschein treten letztendlich die Maus selbst, die flexible Maustasche sowie die Treiber-CD im Miniformat (Benutzer von Slotin-CD-Laufwerken wie sie in manchen Laptops oder PCs verbaut sind, müssen dann für die Treiber auf die Herstellerseite ausweichen.)
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Die Maus ist einem schlichten Schwarz gehalten, während das orangene leichtgängige Scrollrad und die besondere Form das Design aufpeppt. Das transparente Zykon Logo auf der Oberseite des Mauskörpers lässt uns schon ein hübsches Betriebs-Leuchten erahnen.
Die linke Seite der Maus besitzt eine angedeutete Daumenmulde, welche jedoch sehr spärlich ausgefallen ist. Die Form des Mauskörpers ist leicht zum Ende hin nach links gebogen. Aus diesem Grund ist sie ausschließlich für Rechtshänder geeignet.
Uns viel zuerst das außerordentlich geringe Eigengewicht der Maus auf. Subjektiv würden wir es auf die Hälfte einer Logitech MX518 schätzen, was natürlich auch daran liegen kann, dass die MX518 ein internes Gewicht besitzt.
Die Maustasten besitzen einen sehr leichten und leisen Druckpunkt, welcher deutlich unter dem Geräusch der MX518 liegt.
Das Mausrad lässt sich sauber und einwandfrei drehen. Die leichte Einrastung beim Drehen ist spürbar, jedoch nicht zu aufdringlich. Ein kleiner Kritikpunkt an das Mausrad: Es befindet sich etwas Spielraum nach links und rechts, als wenn man in der Produktion sich gedacht hat „machen wir aus unserm Scrollrad doch ein 4D-Gerät…oder doch lieber nicht“. Etwas mehr seitliche Stabilität würden wir uns schon wünschen.
Insgesamt besitzt die Maus 7 Tasten worunter sich zwei Haupttasten, die Taste im Scrollrad, eine darüberliegende Taste für die DPI-Umschaltung und die drei seitlichen Funktionstasten zählen.
Damit dürften genug Belegungsmöglichkeiten für jedes namhafte Spiel gegeben sein.
Das besonders hervorgehobene „starke Kabel“ ist äußerst stabil mit dem Mauskörper verbunden, d.h. dass das Kabel nicht wie üblich im Mauskörper intern zweimal gedreht wird, damit es einen guten Halt besitzt, sondern äußerlich mit einer flexiblen Isolierung am Gehäuse befestigt ist. Eine zusätzliche interne Drehung müsste darüber hinaus dennoch vorhanden sein.
Das Kabel besitzt eine ähnliche Dicke wie das der MX518 (4mm); Zykons Variante ist jedoch um einiges leichter und flexibler.
Mit einer Gesamtlänge von 1,80m ist es für jeden Zweck ausreichend dimensioniert und bietet damit genügend Möglichkeiten für die Verwendung der Maus.
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Am Ende des Kabels befindet sich der vergoldete Stecker. Gold besitzt bekanntlich bessere Leiteigenschaften gegenüber normalen Anschlüssen, daher soll angeblich die Reaktionszeiten der Maus verkürzt werden. Ob es einen spürbaren Vorteil gibt, wagen wir zu bezweifeln, weil dafür der Anschluss auf dem Mainboard ebenfalls vergoldet sein müsste, damit sich ein wirklicher Vorteil für einen solchen Anschluss ergeben könnte. (siehe HiFi-Anlagen)
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Zurück zur Maus: Die für das Spielen sehr wichtige Unterseite der Maus ist bei der Zykon Z1 mit drei Teflon-Gleit-Streifen versehen worden, damit auf dem Mauspad kein allzu großer Widerstand entstehen kann.
Die Verschraubung der Maus sind mit entsprechenden Zykon Etiketten verdeckt, damit eine Öffnung der Maus unterbunden wird. Wenn ihr dennoch eine Modifikation der Maus oder Mausbeleuchtung beabsichtigt, wird somit euer Eingriff sichtbar und die gesetzliche Garantie für die Maus tritt außer Kraft.
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Kommen wir zur schicken Maustasche. Dieses schmucke Stück wurde nämlich aus Neopren hergestellt und besitzt daher eine vor Sonne und Spritzwasser geschützte Eigenschaft.
Sie ist so groß dimensioniert, dass parallel zur Maus auch noch ein 4er Pack AA-Akkus hineinpassen würde.
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Die Größe der Maus ist im Vergleich zur Logitech MX518 weitestgehend gleich. Während sich beide Mäuse in der Breite und Länge nicht viel nehmen, ist die Zykon jedoch etwas flacher gebaut. Inwiefern sich das in der Ergonomie niederschlägt, werdet ihr im späteren Testabschnitt lesen.
InstallationInstallationsroutinen sind immer ein sehr kunterbunter Punkt. Wie ihr in unseren vergangen Tests sicherlich gesehen habt, sind wir schon über vielfältigste Installationen gestolpert, die zum Teil gar nicht mal so leicht einrichten zu waren. Eine zwang sogar schon mal den gesamten Rechner in die Knie.
Anders bei Zykon. Die Mini-CD in die Traymulde des CD-Rom-Laufwerks legen, Autostart abwarten, Installieren, fertig (ohne Neustart). Wie eine Bestellung in einem Restaurant. „Ich möchte gerne einmal eine Installation a la Zykon auf meinem Rechner“ „Kein Problem“.
Wir sagen nur „klasse“. Mit dieser Installation kommt selbst jeder angehende Gamer klar, da sie derart einfach gestrickt ist, dass es zeitlich nichtmal 10 Sekunden in Anspruch nimmt.
Aus diesem Grund konnten wir auch über das Fehlen eines gesonderten Handbuchs hinwegsehen.
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Nach der simplen Installation erscheint ein kleines schwarzes unidentifizierbares Icon in der Trayleiste von Windows. Unter Windows XP als auch unter Windows 2000 Prof. war das Symbol komplett farblos. Schade, ein feiner farblicher Touch zur korrekten Identifizierung hätten wir uns schon gewünscht. Wenn man jedoch weiß, worum es sich handelt, stellt das keine Hürde mehr dar, um in das übersichtliche Konfigurationsmenü der Maus zu gelangen.
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Im Control-Panel der Maus lassen sich vielfältigste Einstellungen vornehmen. Das gesamte Menü ist klar gegliedert und lässt den Normalnutzer des Rechners nicht überfordert im Raum stehen, wie es bei den grafisch überladenen Panels einiger anderer namhafter Hersteller der Fall ist.
Das interessante hierbei ist, dass die Installation des Maustreibers gar kein Treiber ist, sondern nur die Control-Panel-Software. Die Maus wird lediglich in einen der freien Mausports gesteckt,
danach die Software installiert, die lediglich das Trayicon mit der Software einrichtet. Daraus kann man schlussfolgern, dass die Maus, wenn die Extrafunktionen nicht benötigt werden, vollkommen treiberlos funktionieren kann.
Um auf das Treiberpanel zurückzukommen: Hier lassen sich die 7 Tasten komplett mit neuen Funktionen belegen, sowie ein Programmumschalter aktivieren. Darüber hinaus kann man bei Bedarf auch eine der Tasten mit einer Macrofunktion belegen d.h. das eine fünfteilige Tastenkombination (z.B. „STRG + C + STRG + V“ für automatisches Kopieren und gleichzeitiges Einfügen) auf eine Taste gelegt werden kann, was z.B. für einige First-Person-Shooter durchaus vorteilhaft sein kann.
Letztendlich kann die DPI-Umschaltungsfunktion (dots per inch bzw. im Gamersinne „Auflösung“) genau definiert werden. Dadurch kann man während des Spiels die Auflösung des Lasersensors auf einen niedrigeren Wert runterregeln (mit der Taste über dem Scrollrad), wodurch auch die Maussensivität geringer wird. (praktischer Nutzen: hoher DPI-Wert für normales First-Person-Shooter-Spielen und niedriger Wert für den Zoombereich des Scharfschützengewehrs). Selbstverständlich erkennt die Maus nicht das eigene Bedürfnis, weshalb natürlich die DPI-Umschaltung jeweils immer manuell in der jeweiligen Situation vorgenommen werden muss. Man kann jedoch die DPI-Umschaltung auf zwei feste Werte festlegen, zwischen denen dann umgeschaltet werden kann. (anstatt der vier regulären Werte 400dpi/800dpi/1600dpi/2000dpi)
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Insgesamt nimmt die mitgelieferte Software während des Betriebs knappe 8MB-Ram in Anspruch, was sich durchaus noch in Grenzen hält.
Test bzw. Nutzung der MausNach dem Anschließen der Maus und Installation der mitgelieferten Software, zeigt sich die Maus mit einem sanften und schönen Orange bereit.
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Nun konnte es auch losgehen. Zunächst wurde die Maus in diversen First-Person-Shooter sowie in der normalen Multitasking-Umgebung von Windows XP getestet.
Counter-Strike SourceSämtliche DPI-Raten konnten problemlos während des Spiels umgestellt werden.
Welche DPI-Rate man letztendlich persönlich favorisiert, ist eine Sache des eigenen Geschmacks
Quake 3 ArenaAuch in einem OpenGL Spiel wie diesem war eine problemlose DPI-Umschaltung jederzeit möglich.
Die Abtastung war stets vorbildlich und wies keine Fehler auf. Die Zykon Z1 verhielt sich wie die Logitech MX518 jederzeit präzise und glitt mit den Teflonfüßen sauber über das Glidepad.
Welchen DPI-Wert man nun jedoch in den Spielen tatsächlich hatte, musste man jederzeit heraus“fühlen“, denn dies wird zwar in einem kleinen Fenster rechts oben angezeigt, welches in Spielen jedoch sofort untergraben wurde, da Spiele allgemein als „Vordergrundanwendung“ in Windows gestartet werden.
Im normalen Multitaskingbetrieb (Windows) hingegen ist dieses Fenster problemlos jederzeit sichtbar, doch sobald eine andere Vollbildanwendung in den Vordergrund kommt, sieht man für den Moment der DPI-Umschaltung nur ein kurzes Flackern (1/4el Sekunde).
An dieser Stelle würden wir ein optisches Leuchten oder Signalisieren des DPI-Wertes am Mauskörper selber bevorzugen.
Während des Spielens verabschiedete sich zusätzlich recht häufig die mittlere der drei seitlichen Tasten. Diese blieb nämlich ab und zu im Mausgehäuse stecken und kam selbstständig nicht wieder heraus. Durch mehrmaliges Drücken der Taste, konnte man sie jedoch dann wieder „zurückgewinnen“. Wir hoffen, dass es sich hierbei nur um einen einmaligen Herstellungsfehler handelt.
Was uns darüber hinaus noch negativ auffiel, war die seitliche Daumenmulde im Mauskörper. Man versuchte zwar vergeblich den Daumen an der Stelle zu behalten, jedoch rutschte er immer wieder runter auf das Mauspad, wodurch mehr Reibung bei Nutzung der Maus entstand. Etwas mehr Tiefe dieser Mulde würde dem Problem entgegenwirken.
FazitDie Zykon Z1 ist allgemein eine hübsch anzusehende Maus. Sie bietet ausreichend viele Tasten (gegenüber der Konkurrenz), ein robustes und gut dimensioniertes Kabel, ausgezeichnete Leistungswerte und eine orangene Beleuchtung des Zykon-Logos. Die Präzision war, wie von einem Lasersensor dieser Klasse zu erwarten, stets exzellent.
Der von uns gewonnene Eindruck trübte sich jedoch ein wenig, als wir auf die Probleme mit dem Scrollrad, der Daumenmulde und der mittleren Seitentaste stießen. Für einen niedrigeren Verkaufspreis als der derzeitige (50€) könnten wir uns die Zykon Z1 als guten Einstieg in die Gamingwelt vorstellen.
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Pro+ausgezeichnete Präzision
+gute Gleiteigenschaften
+gute Haupttasten (leise & guter Druckpunkt)
+hübsche Optik
+stabiles und langes Kabel
+unkomplizierte Software (Installation & Nutzung)
+geringes Eigengewicht
+hübsche Neopren-Maustasche
Contra-Verarbeitung des Scrollrads (seitlicher Spielraum)
-Ergonomie (zu flache Daumenmulde)
-mittlere Seitentaste (Steckenbleiben)
-hoher Preis (50€)
weiterführende Links: