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Autor Thema: Thermalright HR-03 Rev. A Papst Silent GPU-Kühler  (Gelesen 2419 mal)

Christian Nitschmann

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Einleitung
In der Zeit, wo Grafikkarten und Prozessoren jenseits der 200Watt verschlingen, Netzteile in Größen von 1KW auf den Markt kommen, Hitze im Computer entsteht, so weit das Auge reicht, Kühler mit Gewichten von 800g und mehr hergestellt werden und der Freund einer ruhigen PC-Betriebslautstärke dadurch immer mehr eingeengt wird, gibt es immer noch ein paar Firmen, die dennoch versuchen, selbst größte Hitzköpfe effizient mit der herkömmlichen Methode der Luftkühlung leise ruhigzustellen. Das das selbstverständlicher Weise keine einfache Aufgabe ist, sollte jedem klar sein.
Thermalright ist ein äußerst bekanntes und etabliertes Unternehmen, welches bisher schon an jeder Kühlungsspitze mitmischte. Dabei hat sich der Name mittlerweile mit hoher Verarbeitungsqualität und exzellenten Leistungen eingebürgert. Bekannt wurde das Unternehmen unter anderem mit den frühen Leistungssiegern der Sockel-A Kühlung.
Die PC-Cooling GmbH war so freundlich, uns den derzeit aktuellsten Grafikkartenkühler aus dem Hause Thermalright für einen ausgiebigen Testlauf zur Verfügung zu stellen.
Wir bedanken uns daher für die Bereitstellung des Thermalright HR-03 zusammen mit einen 92mm Papst 3412 N2/GL Lüfter.


Vielen Dank an
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Thermalright HR-03

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Während HR-03 ein recht gewöhnlicher und unspektakulärer Name ist, verbirgt sich hinter der Bezeichnung ein massiver und großer Passiv-Lamellen-Kühler, welcher bereits auf den Spezifikationsblatt auf eine gute Leistung hoffen lässt. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei an der effizienten Nutzung von vier Heatpipes, die vom Kühlerboden aus die Hitze an die große Lamellenfläche weiterführen. Dadurch entstehen keine Hotspots, sondern eine gleichmäßige Wärmeverteilung, die über einen separaten 92mm Lüfter vom Kühler abtransportiert werden kann.
Durch Heatpipes wird eine noch schnellere Wärmeaufnahme und -weitergabe als herkömmliches Kupfer erzielt, indem auf eine Chemikalie in einer Röhre gesetzt wird, welche blitzschnell bei einer bestimmten Betriebstemperatur die Temperatur durch Kondensation/Verdampfung an beiden Enden miteinander austauscht. Weitere Informationen zu Heatpipes/Wärmeröhren entnehmt bitte der Wikipedia-Seite.

Thermalright setzt bei dem HR-03 auf einen Kupferboden und Aluminium-Lamellen, welche für das optische Appeal komplett vernickelt worden sind. Der großen Anteil an Aluminium begründet auch das Gewicht von 350g, welches für die schiere Größe des Kühlers sehr gering gehalten ist.

Darüber hinaus wirbt Thermalright auch mit einer beidseitigen Montage, welche gerade für SLI-Konfigurationen von Vorteil ist, d.h. das der Kühlkörper umgedreht montiert werden kann, so dass die Kühllamellen auf der Rückseite der Grafikkarte liegen und somit sowohl den allgemeinen Platzverbrauch gering halten, als auch die Belüftung des CPU-Kühlers mitnutzen kann.

Weitere Features:
  • Entwickelt für den passiven und aktiven Betrieb in Verbindung mit einem 92mm Silent-Lüfter
  • Optimale Kühlung durch offene Lamellenstruktur
  • Vier innovativ designte Heatpipes (2 U- und 2 N-geformte Heatpipes)
  • Zweiwege Montage des Kühlers für optimales Platzmanagement
  • Niedriges Gewicht und unkomplizierte und werkzeugfreie Montage
  • Breite Kompatiblität (ATX & BTX)
  • SLI/Crossfire Kompatiblität für überzeugte Spieler
  • Konturenbetontes Design für ein edles Aussehen

Größe:
  • Länge x Breite x Höhe – 133 x 156 x 38 mm

Gewicht:
  • 350gramm (Kühlkörper)


Da der Thermalright HR-03 ein multifunktionaler Kühler ist, besitzt er parallel zur 4-Loch-Montage auch ein 6-Loch-Verbindungsmodul, um mit möglichst vielen Grafikkarten kompatibel zu sein.
Eine entsprechende Kompatiblitätsliste seitens Thermalright gibt es hier.


Verpackung, Inhalt und Verarbeitung

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Die PC-Cooling GmbH lies uns die HR-03 A Papst Silent - 92 mm Kombination, einer der vier Lüfter/Kühler-Kombinationen in ihrem Sortiment, zukommen.
Aus diesem Grund erhielten wir den Thermalright HR-03 zusammen mit einem 3412 N/2GL Papst-Lüfter.

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Der Papst 3412 N/2GL gehört zu Papst leisesten Lüftern und wird nur noch von dem 3412 N/2GLLE in der Laufruhe übertrumpft.
Mit Herstellerspezifischen 23dBa tritt der Papst zumindest schon mal auf dem Datenblatt als ruhiger Kandidat auf. Papst ist allgemein für besonders robuste und gut verarbeitete Kühlungsprodukte bekannt, so macht der Hersteller auch bei diesem Lüfter keine Ausnahme.

Mit einer Gesamtdiagonale von 92mm, einer Drehzahl von 1950 U/min, einer Förderleistung von 61m²/h und einem Sintec-Keramik-Gleitlager ist der Lüfter geradezu hervorragend für die Kühlung einer hitzigen Radeon X1800XT geeignet, welche bereits bei Veröffentlichung mit äußerst hohen Temperaturen auftrat.

Der Produkt-Karton des Kühlers tritt wie für Thermalright üblich, recht schlicht und vollkommen ohne Sichtfenster und Produktpräsentationen auf, sondern ist völlig aus gesteckter Pappe hergestellt. Dadurch wirkt er zwar uninformativ, ist jedoch durch die Steckweise äußerst stabil und kann problemlos in größeren Mengen und Höhen im Lager gestapelt werden.

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Der Pappkarton wird über eine gesteckte Klappe nach oben hin geöffnet. Darunter verbirgt sich dann in einer stabilen Kunstoff-Polsterung der HR-03 selbst, zusammen mit 2 Anleitungsfaltblättern, ein Thermalright-Aufkleber und der Pappkasten mit dem Montagematerial und Passivkühlern.

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Reichhaltigstes Zubehör wird dem Käufer hier geboten. Parallel zum Kühler sind vielfältigste Montagevorrichtungen enthalten, die eine größtmögliche Kompatibilität gewährleisten. Darüber hinaus ist auch eine Tube Wärmeleitpaste, sowie jedes kleine Einzelteil (Schrauben, Halterungen, Unterlegscheiben, Passiv-RAM-Kühler) in „doppelter und dreifacher“ Ausführung enthalten. Dadurch kann selbst ein Abstandshalter mal durch das eigene Ungeschick kaputt gehen, ohne gleich auf die Funktion des Kühlers verzichten zu müssen.

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Auf den Fotos wird bereits die schiere Größe des Kühlers erkennbar. Mit seinen extremen Ausmaßen erfordert er zwangsweise enorm viel Freiraum um der Grafikkarte herum, jedoch ist diese Größe auch von Nöten, damit man den Kühler auch eine Passiv-Funktion zusprechen kann.

Die Verarbeitung sämtlicher Lamellen ist, wie bereits erwartet, ausgezeichnet und von hohem Niveau. Die Lötstellen der Heatpipes sind absolut spurenfrei und teilweise nicht mal sichtbar.

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Die Oberfläche der vernickelten Kupferauflagefläche ist glatt, jedoch nicht poliert worden. Leicht gekrümmte Maschinenrillen sind hierbei erkennbar, sollten jedoch der Performance hoffentlich kein allzu großes Hindernis werden.
Wie bereits erwähnt, besitzt der Kühler zwei Auflageflächen, damit er sich auch rückwärtig montieren lassen kann. Hierbei konnten glücklicherweise keine Unterschiede zwischen beiden Flächen festgestellt werden.


Installation des HR-03

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Als Testkandidaten kam eine äußerst hitzige ATi Radeon X1800XT 512MB zum Einsatz, welche bereits den von uns montierten Zalman VF-900cu ordentlich ins Schwitzen brachte.
Hierbei steckt die Grafikkarte in einem recht engen HTPC-Gehäuse, welches durch geringe Platzverhältnisse den Kühler vor harte Forderungen stellen soll.

Um für die spätere Gegenüberstellung ein möglichst authentisches Messergebnis beider Kühler zu erzielen, wurden vor der Demontierung des Zalman-Kühlers keine Temperaturmessungen vollzogen. Diese wurden erst nach Abschluss des Testdurchlaufs des Thermalright HR-03 bei einer Remontierung des Zalman-VF-900cu durchgeführt, damit beide Kühler mit neu aufgetragener Wärmeleitpaste und gereinigten Kühlern gegeneinander antreten konnten.

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Zuerst musste der Zalman-Kühler über die rückseitigen Schrauben von der Grafikkarte gelöst werden.
Daraufhin wurde die GPU von Wärmeleitpastenresten befreit und gereinigt und anschließend sämtliche Passivkühler von den RAM-Bausteinen entfernt, was sich jedoch als keine leichte Aufgabe erwies. Hierfür musste eine Zange verwendet werden, damit die kleinen Kühler gleichmäßig und ohne Beschädigung der RAM-Speicher gelöst werden konnten

Die Grafikkarte war nun für die Aufnahme des Thermalright HR-03 bereit.

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Die mitgelieferten Speicherpassivkühler wurden nun auf die gereinigten RAM-Speicher per selbsthaftenden Wärmeleitpad angebracht. Hierfür wurden hohe und flache Passivkühlkörper beigelegt, welche entsprechend korrekt positioniert werden müssen. Durch die breiten Heatpipes des HR-03 musste bei unserer Grafikkarte nämlich einer der RAM-Speicherbausteine mit einem flachen Passivkühler versehen werden, da später über diesen Speicherblock die Heatpipes liegen werden. Ein hoher Passivkühler würde hier zu Platzproblemen und Montageschwierigkeiten führen.

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Da die Speicher nun ausgestattet waren, wurde die GPU mit Arctic-Silver 5 Wärmeleitpaste, welche für ausgezeichnete Wärmetransfereigenschaften einen sehr guten Ruf in der Community genießt, mit einer dünnen Schicht bestrichen.
Diese Wärmeleitpaste dient zum Ausgleich von Unebenheiten am Kühlerboden und an der GPU, damit ein perfekter Wärmeaustausch stattfinden kann. Aus diesem Grund darf Wärmeleitpaste nur äußerst dünn aufgetragen werden, um der Wärme nicht zuviel Widerstand zu bieten und keine unnötigen bzw. gar gefährlichen Luftlöcher entstehen zu lassen, die bei ungünstigen Gegebenheiten zur sofortigen Überhitzung oder gar Zerstörung der Grafikkarte führen können.

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Anschließend wurde die 4-Loch-Montageblende mit 4 Schrauben versehen und zusammen mit dem Kühlkörper auf die GPU gelegt. Wir entschieden uns hierbei für die frontseitige Anbringung des Kühlers, da wegen den begrenzten Platzverhältnissen in einem HTPC-Gehäuse eine rückseitige Montierung nicht möglich war.

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Während der Kühlkörper zusammen mit der Montageblende auf der GPU gehalten wurde, drehten wir nun die Grafikkarte um und schoben die vier Gummiabstandshalter auf die Schraubenstifte die durch die Löcher schauten. Jetzt wurde die sternförmige Arretierungsblende zusammen mit dem Überbrückungsschutz auf die Stifte geschoben und mit vier Schraubmuttern gleichmäßig abwechselnd festgezogen. Hierbei mussten wir stets darauf achten, dass sich beim Festziehen der Muttern nicht wieder die Schrauben auf der Frontblende rausdrehten.

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Bereits nach guten 8min saß der Kühler fest an seinem Platz. Die Anleitungsfaltblätter halfen hier sehr gut bei der Montage und verzichteten dabei völlig auf beschreibende Texte.
Eine passive Kühlung wäre nun an dieser Stelle komplett, wir jedoch entschieden uns selbstverständlich für die Befestigung des Papst Lüfters, da zumindest eine ATi Radeon X1800XT mit ausschließlich passiver Kühlung nicht zu bändigen ist.

Dafür wurden die zwei mitgelieferten Metallbügel an den Seiten des Kühlers befestigt, der Lüfter auf den Lamellen arretiert und mit den Bügeln wie üblich festgeklemmt.
Schade das Thermalright hierbei nicht an ihre bekannten vibrationsdämmenden Gummistreifen gedacht haben, welche derzeit bei den XP90/XP120 sowie Sl-120/Sl-97 Kühlern mitgeliefert werden.
Nach der Befestigung des Papst Lüfters sah die gesamte Konstruktion dann folgend aus.

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Ein Wort: Riesig.
Der Platzverbrauch in der Frontmontage ist hierbei enorm. Diese Kombination verschlingt gesamte 3 Kartenslots im Gehäuse, welche wir nur durch Verlegung einer Steckkarte in dem HTPC-Gehäuse erzielen konnte. Wenn der Käufer also auf eine SLI- oder Crossfire-Anbindung Wert legt, muss er zwangsweise auf eine rückseitige Montage setzen, um diese überhaupt realisieren zu können.

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Schlussendlich wurde die Grafikkarte wieder an ihren Platz im PCI-Express-Slot gesteckt, mit dem Strom verbunden und der Gehäusedeckel verschlossen. Schade nur, dass hierbei die Gehäusehöhe von 16cm des Silverstone LC17-Gehäuses nicht ausreichte.

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Durch die weit herausragenden Heatpipes konnte bei unserem Testsystem der Gehäusedeckel leider nicht mehr verschlossen werden. Satte 2 cm ragten hierbei über den Gehäuseschnitt. Dies ist jedoch Thermalright nicht zu verübeln, da sie zwangsweise durch die Möglichkeit der rückseitigen Montage die Heatpipes sehr ausladend herstellen/biegen müssen, damit die Lamellen auch zur Rückseite der Grafikkarte gelangen können. Aus diesem Grund wird für den folgenden Thermalright-HR03-Test der Gehäusedeckel so auf das Gehäuse gelegt, dass dennoch ein Luftverschluss und somit eine Simulation der regulären Computerbetriebsbedingungen gewährleistet werden kann.
Als Hilfsmittel dieser Simulation bedienten wir uns daher an Klebeband, um die Gehäuseoberseite, wie bei einem komplett geschlossenen Zustand, luftdicht zu versiegeln.


Thermalright HR-03 gegen Zalman VF-900cu

Für diesen Test wurden bei beiden Kühlern grundsätzliche Reinigungen der Grafikkarte und GPU-Oberfläche vorgenommen und diese mit neuer Arctic-Silver 5 Wärmeleitpaste versehen.
Die Raumtemperatur war hierbei durchgehend 23° Celsius.
Das HTPC-Gehäuse war hierbei den gesamten Testdurchlauf über geschlossen.
Die Idle-Werte (unbeschäftigter Zustand der Grafikkarte) beziehen wir im normalen Windowsbetrieb, während die Last-Temperaturen anhand des ATITool 0.25 Beta 10 künstlich über einen Zeitraum von einer Stunde erzeugt werden.
Das ATITool fordert die Grafikkarte hierbei überdurchschnittlich stark, wodurch die maximalen Höchsttemperaturen recht schnell und effizient ermittelt werden können.

Beide Lüfter wurden während des Zeitraumes unter absolut identischen Bedingungen getestet. Daher wurden hierfür beide Kühler mit einer Lüfterspannung von 7V betrieben, um eine ruhige Computeroperation erzeugen zu können und parallel auch die Leistungen der Kühlkörper selbst unter Extrembedingungen auszutesten.

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Zalman VF-900cu @ 7V – Idle Zustand

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Thermalright HR-03 @ 7V – Idle Zustand

Der Zalman steigt im unbeschäftigten Zustand mit einer Starttemperatur von 45° Celsius ein. Der Thermalright HR-03 übertrifft diese hierbei um 2 Grad und liefert somit mit einer Starttemperatur von 43° Celsius ein besseres Ergebnis ab. Darüber hinaus jedoch verschafft der HR-03 dem gesamten Gehäuse eine bessere Durchlüftung, was der CPU-Temperatur besonders wegen den engen Platzverhältnissen zu Gute kommt. Weshalb jedoch die Northbridge-Temperatur um glatte 5 Grad angestiegen ist, konnten wir uns hierbei nicht erklären, da der Kühlkörper dieser, direkt in der Nähe des CPU-Lüfters liegt.
Kommen wir zu den Last-Temperaturen:

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Zalman VF-900cu @ 7V – Last Zustand

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Thermalright HR-03 @ 7V – Last Zustand

Der Zalman zeigte hier einen äußerst guten Wert von gerundet 68° Celsius und somit einen Anstieg von 23° Celsius. Der Original-Retail-Kühler der ATi Radeon X1800XT stieg hierbei damals auf über 80° Celsius an.
Thermalright HR-03 jedoch, spielte hierbei stark seine Stärken aus. Mit einer Last-Temperatur von nur 58° Celsius (15° Celsius Anstieg gegenüber Idle-Zustand) übertrumpft dieser die Zalman-Kühllösung um ganze 10° Celsius. Ein wirklich ausgezeichnetes Ergebnis, was jedoch auch wegen der schieren Größe des Kühlers selbstverständlich sein sollte.
Auch die CPU freut sich hierbei um eine 6° niedrigere Gesamttemperatur.
Lediglich die 4° Celsius höheren Temperaturen der Spannungsregulatoren trüben hierbei das Leistungsbild.

Während des gesamten Testzeitraumes fiel die auf 7V geregelte Thermalright HR-03 Kühllösung im Gehäuse nicht auf. Gegenüber dem Zalman VF900cu hatten wir das Gefühl, dass eine weitere Lärmquelle aus dem Computer verbannt wurde.


Fazit
Thermalright hat es wieder einmal geschafft mit dem HR-03 einen neuen Leistungskönig auf den Thron zu setzen. Wie erwartet präsentierte uns das Unternehmen eine ausgezeichnete Verarbeitung, eine vorbildliche Montageanleitung und ein breites Kompatibilitätsfeld.
Dank der exzellenten Kombination eines langlebigen und ruhigen Papst-Lüfters mit dem Thermalright HR-03 Kühlkörper, konnte unsere sonst hitzige ATi Radeon X1800XT bei einer ruhigen Lautstärke, problemlos kühl gehalten werden.
Mit dem reichhaltigen Zubehör passt das gute Stück selbst auf die ältesten Radeon-Karten. Die etwas enormen Ausmaße trübten hierbei das Gesamtbild.
Wir würden uns an dieser Stelle gerne eine HTPC-kompatible Version wünschen, welche mit kürzeren Heatpipes ausgestattet ist und dafür auf eine rückseitige Montage verzichten würde. Dadurch wäre dieser Kühler gerade wegen der hohen Leistung ein idealer Leisetreter für jeden Wohnzimmer-PC.
Wer das Leistungsplus auf seiner Geforce 8800 spüren möchte, kann mittlerweile auch zum neu vorgestellten HR-03 Plus greifen, welcher das entsprechende Montagematerial beinhaltet, sowie gleich mit ganzen 6 Heatpipes ausgestattet ist.


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Pro
+ ausgezeichnete Leistung (unabhängig vom Lüfter)
+ exzellente Verarbeitung
+ ruhiger und problemlos regelbarer Papst-Lüfter
+ industriell hochwertiges Aussehen dank vollständiger Vernickelung
+ breite Montagemöglichkeiten dank vielfältigen Zubehör
+ freie Lüfterwahl
+ SLI/Crossfire-Kompatibilität
+ geringes Gewicht
+ stabile Verpackung

Contra
- enorme Ausmaße (nicht HTPC tauglich)
- hoher Preis (43€ + Lüfter, im Bundle jedoch günstiger)




weiterführende Links: