EinleitungSeit vielen Jahren hält die Technik mehr und mehr Einzug in unseren Alltag, und das in allen Lebensbereichen. So ist für viele das heimische Radio kaum noch Mittelpunkt der akustischen Unterhaltung. Denn in vielen Haushalten wurde es bereits durch den Computer abgelöst, welcher eine Vielzahl an Unterhaltungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten bietet und somit das traditionelle Radio oder gar den Fernseher schon übertrumpft.
Doch nicht nur Zuhause hat sich das die Art des Musikgenusses geändert, auch unterwegs. Seit der Einführung mobiler MP3-Player ist unsere Lieblingsmusik auch fernab vom heimischen PC zu unserem ständigen Begleiter geworden. Seitdem auch Handys Musik abspielen können, und das in immer besserer Qualität und mit größerem Speicher, sieht man kaum noch Menschen ohne moderne In-Ear-Headphones.
Aber selbst das beste Abspielgerät nutzt nichts, wenn die Kopfhörer keine gute Soundqualität bieten. Diesem Problem hat sich auch die deutsche Firma Ultrasone angenommen und versucht mit den iCans einen Kompromiss aus Mobilität, Design sowie hervorragendem Sound zu finden. Ob dem Hersteller das gelungen ist, wollen wir mit dem heutigen Test klären.
Vielen Dank an[attach=17]Ultrasone iCansHinter diesem Namen verbirgt sich ein faltbarer und ohraufliegender Kopfhörer, welcher durch
S-Logic Natural Surround Sound überzeugen soll. Bei dieser patentierten Technik ist der so genannte Schallwandler dezentral positioniert wurden, mittels Ausnutzung der Gehörmuschelanatomie soll eine genaue Ortung der Klänge in allen Richtungen möglich gemacht wurden sein.
Bei gleich empfundener Lautstärke wurde mit dieser Soundtechnik der Schalldruck um etwa 4 dB gesenkt, womit das Gehör bis zu 40% weniger belastet wird. Laut Hersteller konnte im Vergleich zu herkömmlichen Kopfhörern dank MU Metall Abschirmung auch die niederfrequente Strahlung um 98% reduziert werden.
Die iCans sind in verschiedenen Ausführungen bzw. Farbgebungen zu erhalten:
Naos in schwarz,
Okta in schwarz-chrom, in weiß-chrom als
Piece of Art sowie echtvergoldetet als
Aurum.
Die von uns getesteten iCans Aurum stellen mit einer Preisempfehlung des Herstellers von 165 Euro (inkl. Mehrwertsteuer) zugleich die Spitze der Serie dar.
Features- S-Logic Natural Surround Sound
- MU Metall Abschirmung, ULE-Standard (Ultra Low Emission)
Spezifikationen- Schallwandler: 30 mm Mylar
- Frequenzbereich: 20 – 20000Hz
- Impedanz: 35 Ohm
- Kennschalldruck: 101 dB
- Gewicht (ohne Kabel): 82 g
- Kabellänge: etwa 118 cm
- Anschluss: 3,5 mm Klinkenstecker
Lieferumfang- iCans Aurum
- metallerne iCans Box
- Anleitung zur Anpassung und zum Faltmechanismus
Zudem sendete uns Ultrasone noch einige Informationsbröschuren, eine CD mit Eigenproduktionen und Künstlerstücken zum Test der Kopfhörer sowie einige Schlüsselbänder mit. Inwiefern diese Zugaben zum Standard-Lieferumfang gehören konnten wir nicht herausfinden.
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Der Hersteller gewährt zwei Jahre Garantie sowie eine langfristige Verfügbarkeit von Erstatzteilen.
Verpackung, Design und VerarbeitungInnerhalb der äußeren Pappverpackung mit einigen technischen Informationen findet man eine schicke Blechbüchse mit dem Schriftzug
iCans vor. Zudem ist auch noch eine Faltanleitung in der Verpackung, worauf wir später noch genauer eingehen werden.
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Innerhalb dieser Büchse findet man schließlich die zusammengefalteten Kopfhörer vor, welche von allen Seiten durch Schaumstoff gesichert sind.
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Die Kopfhörer selbst kann man nun einfach herausnehmen und auseinanderfalten. Da dieser Faltvorgang erst eine kurze Eingewöhnungsphase erfordert, hat Ultrasone extra eine bebilderte Faltanleitung beigelegt. Mithilfe der genau dargelegten Schrittfolge stellt das Falten kein Problem dar.
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Zum sicheren Verstauen in der Box müssen die iCans wieder in ihre ursprüngliche Position gebracht werden und passen dann genau in die Aussparungen des Schaumstoffs. Auch als Transportmöglichkeit bietet sich die Blechbüchse an, jedoch sollte zu starker Druck auf den Deckel vermieden werden, denn dieser ist leicht verformbar – ansonsten ist die Box aber stabil.
Die Möglichkeit des Zusammenfaltens der Kopfhörer ist sehr innovativ, doch ansonsten ist das Design der iCans sehr eine Frage des Geschmacks. Zweifelsfrei kann sich der iCans-Träger auch auf Fragen seiner Mitmenschen gefasst machen, denn diese entsprechen nicht der allgemeinen Vorstellung eines portablen Kopfhörers – doch das wollen sie auch gar nicht.
Die vergoldeten Ohraufsätze bei Aurum sorgen für zusätzliche Aufmerksamkeit. Genau diese sollten vom Besitzer auch entsprechend behandelt werden, denn auf der glänzenden Oberfläche sind Fingerabdrücke sehr leicht zu erkennen.
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Insgesamt kann das Design der iCans aber überzeugen, etwas anders sieht es bei der Verarbeitung aus. Die Höhenverstellung klemmt bzw. verhakt sich des Öfteren, und da diese bei jedem Faltvorgang betätigt werden muss, wird der Eindruck getrübt. Zudem hätte Ultrasone die Schrauben am Ende der Höhenverstellung auch besser verstecken können.
Funktionalität Abgesehen von den eben erwähnten Problemen beim Entfalten der iCans stellt der Faltmechanismus eine sehr durchdachte Funktion dar. Somit nehmen die Kopfhörer weniger Platz weg und sind in der Box einfach zu transportieren. Verglichen mit den weit verbreiteten In-Ear-Kopfhörern sind die iCans zwar sehr groß, aber können dafür auch mit einer viel klareren Soundqualität überzeugen.
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Bei einem Kopfhörer dieser Preisklasse wäre eine zusätzliche Steuermöglichkeit für die Lautstärke am Kabel wünschenswert. Zudem ist das Kabel mit etwa 118cm für den Betrieb am Computer zu kurz, für den mobilen Einsatz aber völlig ausreichend.
TonqualitätUm die Tonqualität zu testen haben wir die iCans einmal an unserem Testrechner mit einer Creative SoundBlaster Audigy 2ZS angeschlossen, und zum anderen an einen Apple iPod shuffle. Zwischen diesen beiden Testumgebungen sind uns kaum Unterschiede aufgefallen.
Insgesamt ist der Sound der Kopfhörer überzeugend, die Bässe und Klangfarben werden detailliert wiedergegeben. Die Wiedergabe von Stimmen ist zwar sehr warm doch fehlen, besonders bei größeren Lautstärken, klare Mitteltöne. Auch die Wiedergabe des Surrounds ist überzeugend, bei Computerspielen kann die Ortung klar erfolgen. Bei Musikdateien entsprechende Qualität wirkt der Sound auch sehr überzeugend, da die Klänge von allen Seiten wahrgenommen werden.
Die Töne sind teils auch noch von außen wahrnehmbar, was besonders beim mobilen Einsatz von anderen als störend empfunden werden kann. Dafür sind erfreulicherweise Töne von außen für den iCans-Träger nur noch im begrenzten Maße zu hören.
TragekomfortNatürlich hängt der Tragekomfort sehr stark von der Kopfform ab, deshalb können wir hier keine allgemeine Aussage machen. An sich lassen sich die iCans aber sehr angenehm tragen, sie halten gut auf dem Kopf ohne dabei zu fest zu sitzen. Bei kleineren Köpfen können allerdings Probleme auftreten, da die Kopfhörer dort nicht richtig anliegen.
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Vor dem Kauf empfiehlt sich ohnehin ein Probetragen.
FazitMit den iCans wagt Ultrasone den Spagat zwischen Mobilität und Klanggenuss, was im Großen und Ganzen auch sehr gut gelungen ist. Diese lassen sich zusammengefaltet in der Box sehr gut transportieren, sind im Vergleich zu den bekannten In-Ear-Hörern von iPod & Co aber immer noch sehr groß. Zudem musste man bei der Verarbeitung einige Kompromisse eingehen, eine hakende Höhenverstellung und sichtbare Schrauben trüben hier den Gesamteindruck.
Die Soundqualität ist mit neuartiger Technik sehr überzeugend, und scheint tatsächlich von allen Seiten zu kommen. Allerdings werden die Mitten von den iCans etwas zu schwach wiedergegeben, die Bässe sowie die Hoch- und Tieftöne sind dafür überzeugend. Ein weiterer positiver Aspekt ist die Schonung des Gehörs dank patentierter Abschirmung nach ULE-Standard. Was dem Träger bei täglichem und andauerndem Musikgenuss wohl in späteren Jahren zu Gute kommen wird.
Als negativer Punkt sei hier noch der Preis genannt, denn trotz des guten Sounds und der Gehörschonung sind etwa 165 Euro für einen mobilen Kopfhörer, welcher wohl vorrangig in öffentlichen Verkehrsmitteln und auf städtischen Streifzügen zum Einsatz kommt, eine Menge Geld.
Gut für Ultrasone, dass man mit den iCans als Nischenprodukt bisher fast ohne Konkurrenz dasteht – AKG bietet auch faltbare Kopfhörer, jedoch ohne Surround-Sound.
Wer also bereit ist diesen Betrag für Kopfhörer auszugeben, erhält ein sehr stylisches und praktisches Produkt.
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Pro:+ Kompromiss aus Mobilität, Design und gutem Sound
+ neuartiges Design-/Faltkonzept
+ gute Soundwiedergabe (besonders bei Bässen, Höhen und Tiefen)
+ Gehörschonend
+ mitgelieferte Transportbox
Contra:- Preis
- teils nur befriedigende Verarbeitung
- fehlende Lautstärkeregulierung
Weblinks