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Autor Thema: Speedlink Medusa 5.1 Home SL-8796  (Gelesen 4350 mal)

Fabian Erdmann

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Speedlink Medusa 5.1 Home SL-8796
« am: 07. Juni 2007, 16:22 »
Einleitung
Wer kennt es nicht - mitten im heißen Gefecht, man kämpft wie ein Löwe, die Teamkollegen rufen um Hilfe, die Bombeneinschläge wummern und die Panzerketten rasseln. Doch plötzlich klingelt es an der Tür: Der verärgerte Nachbar beklagt die Lautstärke.
"Was nun?" fragt man sich wahrscheinlich, man möchte ja nicht auf den packenden Sound des teuren 5.1-Boxensets verzichten um den faden Stereo-Kopfhörer zu nutzen damit der Nachbar Ruhe gibt.
Doch auch Freunde von LAN-Partys haben ähnliche Sorgen, ist es doch nicht unbedingt üblich seine sperrigen Lautsprecher mit auf die Reise zu nehmen.

Die Lösung ist ein Kopfhörer, doch ist es nicht jedermans Sache sich nur mit Stereoton der herkömmlichen Kopfhörer und Headsets zufrieden zu geben. Pfiffige Hersteller kamen deshalb bereits schon vor wenigen Jahren auf die Idee Mehrkanalton in Form von 5.1-Sound in Kopfhörer zu integrieren. So auch Speedlink, der wohl als Vorreiter mit dem mittlerweile recht bekannten Medusa 5.1-Headset dient. Und genau dieses wollen wir uns heute einmal näher anschauen.
Inzwischen gibt es das Medusa-Headset in vielen Ausführungen - von der ersten Version mit der Verstärkerbox an die man gleich zwei der Medusa-Headsets anschließen konnte, über reine Gamer-Versionen die einen kleinen Verstärker am Kabel haben oder gar gleich eine Soundkarte integriert haben.
Es gibt sogar Kooperationen mit anderen Herstellern, in denen man Teile der Technik des Medusa-Headsets in anderen Modellen wiederfindet. So zum Beispiel das günstige Sharkoon Cosmic 5.1.
Wir haben uns einmal das neue Medusa 5.1 Home SL-8796 besorgt, das im Grunde eine Weiterentwicklung der ersten Medusa-Version mit der Verstärkerbox ist.


Vielen Dank an
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Verpackung und Lieferumfang
  • Kopfhörer
  • Verstärkerbox
  • Steck-Mikrofon
  • Netzteil für Verstärkerbox
  • Kabelstrang für Anschluß an Soundkarte
  • Kabelstrang für Anschluß an 5.1-Verstärker im Heimkino oder Spielkonsole
  • Adapterkabel für Anschluß an die Soundkarte ohne Verstärkerbox
  • Handbuch


Das Headset kommt, wie üblich bei allen Speedlinks Medusa-Headsets, in Samt gebettet in einem schwarzen Hochglanz-Karton her und macht dadurch schon einen sehr edlen Eindruck. Dieser Karton ist nochmals in einem Karton verpackt.

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Technische Daten
Verstärker-Box:
  • Spannungsversorgung: 7,5 DC
  • gemessener Stromverbrauch: 7 Watt (eingeschaltet / Standby)

Mikrofon-Daten:
  • Kondensatormikrofon: Ø 9,7mm
  • Richtwirkung: ungerichtetes Mikrofon
  • Impedanz: 2200 Ω
  • Empfindlichkeit: -60dB ± 2dB
  • Frequenzgang: 30Hz~16kHz
  • Betriebsspannung: 4,5V

Lautsprecher-Daten:
  • Surround-Lautsprecher (Center/hinten): Ø30mmx2, 32Ω, 20Hz-20kHz.
  • Front-Lautsprecher:Ø 40mmx2, 64Ω, 20Hz-20kHz.
  • Subwoofer:Ø 3 2mmx2, 8Ω, 20Hz-120Hz.



Das Speedlink Medusa Home 5.1 SL-8796 im Detail
Es sieht schon sehr hochwertig aus - das SL-8796 - mit seinen stoffgepolsterten Ohrmuscheln dem gepolsterten Kunstleder-Kopfbügel und den verwendeten Materialien für die Ohrmuscheln und dem Steckmikrofon. Auch die Verstärkerbox macht einen recht edlen Eindruck und sieht dabei noch schick aus - von den schmuck eloxierten Steckern einmal ganz abgesehen.
Aber leider hat es wie eh und je dünne Haltebügel erhalten, die sich bereits in der Vergangenheit als arg empfindlich gezeigt haben. Einmal unglücklich auf den Boden gefallen oder unsanft aufgehangen und eine Ohrmuschel baumelt haltlos am Kopfbügel. Diese Erfahrung mussten wir schon selber leidvoll machen. Genauso auch beim Partnermodell Sharkoon Cosmic 5.1 das die selben Haltebügel besitzt.
Dennoch sagt uns das Speedlink Medusa optisch sehr zu und der Lieferumfang ist sehr beeindruckend. Die Kabel sind allesamt außergewöhnlich lang so dass man sich theoretisch selbst in größeren Räumen mit dem Medusa frei bewegen könnte. Auch muss man keine Sorgen bezüglich der Länge der übrigen Anschlüße haben.
Das Steckmikrofon ist im Übrigen sehr praktisch, ist es doch auch frei biegsam und läßt sich so in jede erdenkliche Form biegen. Der Steckplatz an der linken Ohrmuschel ist dazu noch drehbar.
Das Headset an sich ist faltbar und läßt sich somit sehr platzsparend für den Weg zur LAN-Party verstauen.
Direkt am Kabel befindet sich eine kleine Regeleinheit die, seit der ersten Medusa-Version unverändert, das Regeln der Lautstärke jeweils für vorne, hinten, Center und den Basseffekt ermöglicht.

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An dieser Stelle bricht der Haltebügel oft, wie auch im rechten Bild am Beispiel eines Sharkoon Cosmic 5.1 aus unserer Redaktion:

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Uns interessierte natürlich auch, was sich denn alles in der Verstärkerbox verbarg, also haben wir einfach mal hereingeschaut. Rechts im Bild ein dicker Metallklotz auf dem Boden des Gehäuses der das nötige Gewicht zur Standfestigkeit der Box bringt:

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Praxistest
verwendete Audio-Hardware:
  • PC: Creative Audigy 2 ZS
  • Heimkino: Marantz SR4200

Es erstaunt immer wieder, wie gut das Speedlink Medusa die räumliche Klangkulisse wiedergibt. In den Ohrmuscheln des Medusa-Headsets sind insgesamt 4 Lautsprecher pro Seite verbaut, die durch ihre Anordnung eine Richtung des Klangs bewirken - genau wie man es von einem Mehrkanal-Boxenset kennt. Zwar sind im baulichen Rahmen eines Kopfhörers natürlich hierbei Grenzen gesetzt, doch hat Speedlink dies wirklich gut realisiert. Einige Runden Battlefield 2 setzten uns unmittelbar ins Geschehen, selbst Geräusche von hinten waren sehr gut zu orten. Teilweise sahen wir keinen Grund unser Boxenset zu verwenden, tut sich das doch manchmal bedeutend schwerer mit dem Raumklang.

Einen dicken Kritikpunkt aber müssen wir dem Speedlink Medusa in der Bass-Wiedergabe geben. Beim Medusa-Headset dient der Low Frequency Effect-Kanal (LFE) nicht für einen Subwoofer sondern für einen Vibrationseffekt. Dieser aber funktionert nur sehr eingeschränkt - zumindest mit der von uns verwendeten Creative Audigy 2 ZS-Soundkarte. Damit man den Vibrationseffekt wenigstens halbwegs wahrnimmt, sind wir darauf angewiesen per Software-Equalizer die tiefen Frequenzen anzuheben. Das widerrum funktioniert nicht bei Spielen deren Soundwiedergabe über Hardwareberechnung läuft. Hier könnte man zwar - zumindest bei einigen wenigen Spielen - auf Softwareberechnung umstellen um den Equalizer verwenden zu können, doch dabei büsst man im Gegenzug einiges an Soundqualität ein. Softwareberechnung verhindert eine Menge an Effekten die sonst nur per Hardware berechnet werden können.
Nun ist es aber leider nicht so, dass die übrigens Sound-Kanäle des Speedlink Medusas dann wenigstens tiefe Frequenzen wiedergeben. Dies können sie aber relativ gut. Also hat man die Möglichkeit in der Treiber-Software der Soundkarte die Trennfrequenz für den LFE-Kanal herunterzuregeln. Dies bewirkt, dass die übrigen Kanäle auch tiefere Frequenzen wiedergeben und der LFE-Kanal nur noch die sehr tiefen. Dabei gibt das Medusa-Headset dann tatsächlich gute Bässe wieder - auch ohne Trickserei per Equalizer - allerdings verliert dabei dann der Vibrationseffekt des Speedlink Medusa seine Daseinsberechtigung, ist er doch durch die niedrigere LFE-Trennfrequenz beinahe gänzlich mundtot gemacht worden. Nervig ist das Ganze nun wieder, wenn man ständig die Trennfrequenz ändern muss um auch tiefe Bässe am Boxenset hören zu können, denn in niedriger Einstellung der LFE-Trennfrequenz geht vielen Subwoofern schnell die Puste aus - sie haben einfach nichts mehr zu tun.
Wie sich dieser Punkt auf anderen Soundkarten verhält können wir leider nicht im Rahmen unseres Testlaufes nachvollziehen, doch ist es so, dass die Audigy generell eine recht schwache Basswiedergabe aufweist - oder besser gesagt: andere Soundkarten regeln die tiefen Frequenzen künstlich hoch um vermeintlich voluminöser beziehungsweise besser zu klingen.
Im Grunde liefert dann das Speedlink Medusa wirklich gute Bässe, wie wir bereits erwähnten. Musik klingt druckvoll und nicht schwachbrüstig, Soundeffekte in Spielen gewinnen ihren Reiz. Kickbässe werden kräftig dargestellt, grollende Tiefbässe verschwinden nicht im Jenseits. Die hohen Frequenzen werden ebenso gut wiedergegeben, alles in allem klingt Musik sehr klar, recht präzise und differenziert. Erst als wir die musikalischen Groß-Geschütze auffuhren bekannte sich das Medusa als Gamer-orientiert: Gustav Mahlers 9. Sinfonie - Mahler ist bekannt für die gewaltige Menge an Instrumenten - verlor dann doch etwas an ihrem Reiz. Die einzelnen Instrumente gingen in der Masse etwas unter. Wir haben es hier aber nicht mit einem Kopfhörer aus dem Highend-Audiobereich zu tun, soll heißen dass das Speedlink Medusa seinem Einsatzbereich dennoch äußerst gerecht wird.
Auch haben wir das Medusa-Headset in unserem Heimkino auf den Zahn gefühlt. Wir haben uns den Steven Spielberg-Movie "Krieg der Welten" mit Soundwiedergabe in dts-Format angesehen. Wir waren sehr überrascht wie gut auch hier das Speedlink Medusa die Effekte wiedergab.

Auch das Mikrofon kann überzeugen. Sprachunterhaltungen sind dem Gegenüber klar und deutlich zu verstehen, selbst erstellte Tonaufnahmen bescheinigen dem Mikro einen mehr als dem Preise angemessene Klangqualität. An die Qualität eines Mikrofons aus dem professionellen Studio-Bereich kommt es natürlich nicht heran - das sollte aber keinerlei Nachteil sein. Generell ist uns kein Headset bekannt, dass hier eine bessere Qualität liefert.

Praktisch finden wir den Ausstattungs- und Funktionsumfang der Verstärkerbox; und in dem Sinne wurde das Medusa 5.1 Home weiterentwickelt. Es ist möglich zwei verschiedene Sound-Quellen an die Box anzuschließen. So könnte man beispielsweise den PC und die Hifi-Anlage direkt anschließen. Mit einem kleinen Drucktaster an der Verstärkerbox läßt sich dann der Eingang auswählen, was dann von einer blau oder rot leuchtenden LED signalisiert wird.
Auch kann man an die Verstärkerbox ein weiteres Wiedergabegerät anschließen. Das könnte dann natürlich ein Boxenset sein. Leider aber muss man hierfür ebenfalls per Drucktaster umschalten. Möchte man also das Boxenset verwenden muss man umschalten, dabei wird dann aber die Soundwiedergabe des Headsets stumm geschaltet. Auch dieses wird mit einer zweifarbigen LED signalisiert.
Hier hatte die erste Version des Medusas mit ihrer Verstärkerbox einen Vorteil, denn hier war zwar auch ein zusätzlicher Signalausgang vorhanden, doch war dieser durchgeschleift. Man musste also nicht die Verstärkerbox umschalten und eingeschaltet haben, um die Lautsprecher verwenden zu können.

Hier haben wir das Speedlink Medusa 5.1 Home SL-8796 am PC getestet:

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Und hier in unserem Heimkino:

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Fazit
Es ist schon gar nicht schlecht, was Speedlink da mit dem Medusa 5.1 Home zu einem Straßenpreis von durchschnittlich 70-80€ auf den Markt gebracht hat - der Nachbar freut sich ebenso. Das Headset bietet schickes Design und paßt dadurch auch optisch gut ins Wohnzimmer oder neben den modernen Computer. Aber auch klanglich kann das Medusa überzeugen, in der Verarbeitung ebenso.

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Pro
  • Verarbeitung
  • Klang
  • Design
  • Funktionalität


Contra
  • empfindliche Haltebügel
  • schwacher Vibrationseffekt
  • zweiter Ausgang nicht durchgeschleift


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djsoccer

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Re: Speedlink Medusa 5.1 Home SL-8796
« Reply #1 am: 27. Dezember 2008, 19:56 »
Hallo,
ist echt ein super beitrag!
Ich bräuchte Hilfe die ich leider bei speedlink.de nicht bekommen habe weil man keine Antwort bekommt und der Telefonsupport war auch nicht besetzt.
Mein Problem:
Ich brauche hilfe beim Einstellen des Verstärkers oder meines Sondtreibers. Ich weiß es nicht!
Der Verstärker, schaltet andauernd ohne grund mein headset aus.
Es leuchten ja normalerweise wenn das headset und der zugang zum pc an ist, 2 blaue lampen.
Das zweite licht von oben (OUTPUT) geht dann einfach aus und wenn man da auf den knopf drückt,
leutet das licht rot und wenn man wieder drauf drückt leutet die lampe garnicht.
wenn ich denn den stecker vom netzgerät rausziehe und wieder rein stecke und den verstärker wieder an mache, funktioniert es wieder ein paar minuten und dann habe ich wieder das gleiche problem.

ich würde mich sehr über Hilfe freuen und ich bin auch im Teamspeak aktiv da man sich es da besser erklären kann, denke ich.

MfG djsoccer
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