EinleitungAm Anfang war das Telefon. Heute gibt es Videochat und Videotelefonie: Telefonieren und dabei gesehen werden. Doch um gesehen zu werden braucht der Anwender ein entscheidendes Gerät, eine Webcam. Damit der Gegenüber einen auch scharf erkennen kann, sollte die Webcam einen automatischen Fokus bieten, schnell reagieren und gut auflösen. Heute haben wir zwei Kandidaten im Test, welche genau das versprechen und beide dank kombinierter Halterung sowohl auf Notebooks und LCDs, als auch auf Tischen ihren Platz finden. Zum Einen die (laut Hersteller) "erste 2-Megapixel-Webcam der Welt mit Autofokus", namentlich
Creative Live! Cam Optia AF und zum Anderen die
Genius Slim 1322AF mit einer Auflösung von 1,3 Megapixeln. Mit diesem Review wollen wir nun klären, ob die Creative-Webcam aufgrund der höheren Auflösung auch das bessere Bild liefert und ob sie somit auch den doppelten Kaufpreis der Genius wert ist.
Vielen Dank an
und
Creative Live! Cam Optia AFTechnische Daten- Auflösung: 2 Megapixel (1600 x 1200)
- Sensor: CMOS
- Autofokus: ja
- Video: 5 Bilder/Sekunde bei 1600x1200, 30 Bilder/Sekunde bei 640x480
- Audio: integriertes Mikrofon
- Standbild: 3200x2400 (interpoliert), 1600x1200, 640x480
- Anschluss. USB 2.0
- Maße: 16x60x53 mm (Herstellerangabe)
- Preis: etwa 80 Euro
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Lieferumfang[attachthumb=4] [attachthumb=5]
Neben der Kamera selbst legt Creative noch ein Headset, eine Tragetasche sowie eine Kurzanleitung und eine CD (mit Treibern, Software, Benutzerhandbuch) bei.
Genius Slim 1322AFTechnische Daten- Auflösung: 1,3 Megapixel (1280x1024)
- Sensor: CMOS
- Autofokus: ja
- Video: 12 Bilder/Sekunde bei 1280x1024, 30 Bilder/Sekunde bei 640x480
- Audio: mitgeliefertes Headset
- Standbild: 1280x1024, 1280x960, 640x480, 352x288, 320x240, 176x144, 160x120
- Anschluss. USB 2.0
- Maße: 16x60x53 mm (Herstellerangabe)
- Preis: etwa 40 Euro
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Lieferumfang[attachthumb=9] [attachthumb=10]
Auch Genius liefert neben der Webcam noch ein Headset, eine Installationsanleitung sowie eine CD (mit Treibern, Software, Handbuch).
Verpackung, Design und VerarbeitungGenius spendiert der Slim 1322AF eine Verpackung, die bereits Blicke auf das Gerät gewährt und seine technischen Daten auf den Seiten und der Rückseite preisgibt. Ein ähnliches Bild auch bei quadratischen Verpackung von Creative: Vorne ist die Webcam zu sehen und auf den übrigen Seiten der Verpackung deren Daten und Highlights. Doch insgesamt wirkt die Aufmachung der Live! Cam etwas edler, was durch die gold und silbern eingefärbte äußere Abdeckung der Packung verstärkt wird. Nach Öffnen der Außenhülle kommen bei den Kontrahenten keine großen Unterschiede zum Vorschein, beide Webcams sind zwischen zwei transparenten PVC-Hüllen platziert, das restliche Zubehör darunter.
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Wollen wir uns nun die Kameras selbst etwas näher ansehen. Auch hier konnten wir Ähnliches wie bei der Verpackung feststellen konnten: die Creative wirkt einfach edler. Zwar wirkt die Genius keineswegs billig, ist aber eben etwas einfacher gestrickt - ist aber dafür deutlich kompakter. Beide Kameras haben einen Fuß, der das Platzieren auf Tischen ebenso ermöglicht, wie das Anklammern an Notebooks und LCD-/TFT-Monitoren. Der Schnapper der Live! Cam besitzt dank einer integrierten Feder einen besseren Halt an Monitoren.
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Die Live! Cam kommt in transparenter und schwarzer Gestaltung daher. Auch Genius setzt auf die schwarze Farbgebung und einen graubraunen Ton. Beide Hersteller wagen also keine Experimente beim Design. Im Betrieb wird das Aussehen jeweils durch eine farbliche Beleuchtung aufgewertet: drei grüne LEDs bei Genius und einen blauen Ring bei Creative.
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Beide Webcams bieten eine Neigungs- und Schwenkfunktion, welche bei der Slim1322AF allerdings in einem größeren Winkel möglich ist.
Positiv hervorzuheben ist noch ein Auslöser auf der Oberseite der Genius-Webcam; dieser ermöglicht es Fotos während des laufenden Betriebs ohne Zuhilfenahme der Software aufzunehmen.
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Schade ist, dass Genius auf eine extra Abdeckung der Linse verzichtet, sodass dieses empfindliche Bauteil wohl öfter mal manuell gereinigt werden muss – eine schützende Abdeckung wäre hier wünschenswert. Creative bietet immerhin die Möglichkeit die Kamera so zu drehen, dass die Linse während des Transports in den Fuß geschwenkt wird und so weitestgehend geschützt ist.
Insgesamt sind beide Kameras also sehr ansehnlich und gut verarbeitet, wobei sich hier an kleinen Details auch der Unterschied des Kaufpreises bemerkbar macht.
PraxistestHardwareUm einen authentischen Vergleich der Bildqualität beider Kontrahenten zu bekommen, testeten wir diese ohne Zuhilfenahme der mitgelieferten Software. Beide Kameras wurden also ohne Treiberinstallation einfach an unseren Testrechner angeschlossen, damit die Aufnahmen nicht durch digitale Bildverbesserungen beeinträchtigt werden.
Die Bildqualität der beiden Webcams fällt nur im Detail unterschiedlich aus, insgesamt liefern beide ein zufriedenstellendes Ergebnis. Die Live! Cam kann bei ihrer maximalen Auflösung nur fünf Bilder pro Sekunde aufnehmen, was sehr träge ist. Daher macht die höchste Auflösung für den Dauerbetrieb wenig Sinn. Bei einer Auflösung von 640x480 Pixeln (0,3 Megapixel) sind es immerhin 30 Bilder pro Sekunde. Diesen Wert liefert auch die Genius, welche bei ihrer höchsten Auflösungsstufe immerhin zwölf Bilder pro Sekunde aufnimmt.
Insgesamt stellt die Creative bei Videoaufnahmen Farben natürlich da, mit hellen Bereichen hat sie allerdings Probleme, diese wirken überbelichtet. Der automatische Fokus arbeitet gut, ist aber etwas träge - einige Schafstellungen dauern gut fünf Sekunden! Die Slim 1322AF ist da aber auch nur wenig schneller.
Das Genius-Modell liefert ein sehr kontrastreiches Bild, mit teils etwas unnatürlichen Farben. Besonders bei einer wenig ausgeleuchteten Umgebung lässt das Bild zu wünschen übrig.
Insgesamt lässt sich sagen, dass die Bildqualität beider Kameras gut ist, man von einem Betrieb in den höchsten Auflösungen aber absehen sollte, da diese zu wenig Bilder pro Sekunde liefern.
Die Aufnahme des Sounds über das integrierte Mikrofon der Live! Cam funktioniert nur unter optimalen Bedingungen (kaum Hintergrundgeräusche, geringer Abstand) zufriedenstellend, wer während eines Videochats auch verstanden werden möchte, sollte lieber zum Headset greifen um die Stimme aufzuzeichnen.
Das bei der Slim 1322AF mitgelieferte Headset hatte insgesamt eine gute Audioqualität, mit kurzweiligen Störgeräuschen wie ein permantentes Hintergrundrauschen.
SoftwareDie Installation der Software klappte bei beiden Kameras ohne weitere Probleme; die Installationsroutinen waren stets nachvollziehbar und nicht außergewöhnlich.
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Die bei Genius mitgelieferte Software ist mehr Spielerei, als das sie einen Nutzen bringt. Die Standardanwendung namens WebMate bietet Möglichkeiten zur Film- und Fotoaufnahme, Rahmen zur Bildaufwertung, sowie einen Überwachungsmodus mit Sensibilitätseinstellung. Zudem kann noch ein Avatar Creator und eine Cam Suite installiert werden. Mit Ersterer kann das eigene Gesicht mit einigen vorinstallierten Videocharakteren überlagert und animiert werden - ähnlich Logitechs VideoEffects. Die Cam Suite beinhaltet den Magic Mirror, der es erlaubt Symbole (wie bspw. eine Sonnenbrille) über das Kamerabild blenden zu lassen.
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Ähnliche Möglichkeiten bietet auch Creatives Live! Cam Center, allerdings schaut diese Software insgesamt professioneller aus. Alle Möglichkeiten der Software lassen sich vom dem Live! Cam Manager aus starten, die Live! Cam Console bietet Einstellmöglichkeiten der Kamera (wie Weißabgleich, Fokus).
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Weiterhin sind der muvee autoProducer zum Videos erstellen und bearbeiten, ein Programm namens PhotoManager zum Bearbeiten und Organisieren von Bildern und der Creative Photo Calender um eigene Kalender zu erstellen (dieses Programm genehmigt sich knapp 1700MB des Festplattenspeichers).
FazitDie Creative Live! Cam Optia AF und die Genius Slim 1322AF spielen in zwei unterschiedlichen Preisklassen. Dies bescheinigen kleine Details, welche in der alltäglichen Benutzung auffallen, wie zum Beispiel die Schutzmöglichkeit der Kameralinse oder der Aufbau der mitgelieferten Software. Beide Kontrahenten bieten eine hohe Auflösung, es ist allerdings nicht zu empfehlen sie in dieser zu betreiben, da die Framerate mit fünf (Creative) und zwölf (Genius) Bildern pro Sekunde nicht alltagstauglich ist.
Größe Schwächen bei Verarbeitung und Bildqualität leistet sich keine der beiden Webcams. Somit entpuppt sich Genius Webcam als Preis-/Leistungs-Tipp. Leider ist die Verfügbarkeit jedoch eher schlecht, da die Slim 1322AF nicht bei Geizhals gelistet wird und nur über einige, auf der Homepage verlinkte Internetshops käuflich erwerbbar ist. Creative bietet dem Kunden zwar mehr Features, verlangt dafür aber auch den doppelten Preis.
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Creative Live! Cam Optia AFPro+ umfangreicher Lieferumfang
+ Bildqualität
+ Bedienung der Software
Contra- Preis
- zu geringe Framerate bei maximaler Auflösung
- Audioqualität des integrierten Mikrofons
- Speicherplatzbedarf von Zusatzanwendungen
Genius Slim 1322AFPro+ Preis
+ für Kaufpreis gute Bildqualität
+ großer Schwenkbereich
+ Mac-Support
Contra- einfach gestaltete Software
- Verfügbarkeit
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Weblinks