EinleitungDen fast vollständigen Monopolstatus im Audio-Hardwaresegment verdankt Creative ihrem recht frühen Einstieg in das Soundkartengeschäft. Mit der allerseits bekannten Soundblaster-Reihe gelang es Creative hochwertigen Ton auf den heimischen PC zu zaubern. Erstmals mit der Soundblaster Live!-Serie wurden dem Nutzer Möglichkeiten auf einen vollen 5.1-Ton an die Hand gegeben, welche später bei der Audigy um 8-Kanalsound erweitert wurde. Inzwischen sind wir bei der aktuellen X-Fi angekommen, welche dem Spieler dynamisch berechneten Raumklang mit der EAX-Technologie direkt in das Spiel versetzt. Viele vergessen dabei jedoch, dass Creative nicht nur den PC-Bereich gemeistert, sondern auch seit einiger Zeit Ihr Portfolio um portable MP3- & Videoplayer erweitert hat. Mit den kleinen Creative Muvos und der größeren Zen-Serie bietet Creative für jeden Geschmack, Geldbeutel und jede Hosentaschengröße das entsprechende Produkt. Da von den kleinen Begleitern meist mehr als nur „simples“ Musikabspielen gefordert wird, schickt Creative nun den brandaktuellen Zen Vision W ins Rennen, welcher besonders hohen Ansprüchen hinsichtlich der Videoqualität gerecht werden soll.
Vielen Dank an[attach=1]Creative Zen Vision WDie Zen Vision-Reihe von Creative wurde mit dem vielfach ausgezeichneten Zen Vision M eingeläutet und nun um den brandneuen Zen Vision W erweitert. Creative legt hierbei erstmals Wert auf eine vielfältige Videoabspielmöglichkeit mit Videoformaten wie MPEG4, DivX und Xvid. Parallel hierzu wird natürlich die altbewährte Möglichkeit MP3- und WMA-Musik abzuspielen, beibehalten. Warum in das neueste Modell keine OGG-Unterstützung mit eingeflossen ist, können wir uns nicht erklären, da es doch das bessere Format über MP3 darstellt.
Creative richtet sich mit dem Zen Vision W an die Leute unter uns, die es auch unterwegs nicht missen möchten, Ihre Filme und Videoaufnahmen jederzeit und überall abspielen zu können. Dank dem 4,3“ TFT ist das Gerät natürlich nicht mehr wirklich Hosentaschengeeignet, was hierbei jedoch nicht zu kritisch gesehen werden sollte, da man sich somit nicht die Augen wegen eines zu kleinem Display verderben kann. Ein weiteres und durchaus produktives Feature ist die Photobankfunktion, die mit dem integrierten Compact-Flash-Kartenslot die Fotografen unter uns durch die externe Auslagerung von Fotos auf den Zen Vision W ansprechen soll.
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Features/Technische Daten:- Elegantes Design mit großem, hochauflösendem 16:9-Widescreen LC-Display (4.3 Zoll) mit bis zu 262.144 Farben.
- 30-GB-Festplatte für bis zu 15.000 Musiktitel*, bis zu 120 Stunden** digitales Videomaterial oder Zehntausende Fotos.
- Unterstützte Videoformate: MPEG1/2/4, DivX, XviD sowie WMV. Unterstützte Audioformate: MP3, WMA sowie WMA mit DRM (Digital Rights Management). Unterstütztes Bildformat: JPEG (JPG)
- Integriertes FM-Radio, Mikrofon und Lautsprecher
- Compact Flash-Lesegerät unterstützt den Download von Bild- und Videodateien von Digitalkameras. Ausgänge zur Wiedergabe von Videos, Fotos und Audio auf TV-Geräten sowie Audio auf Hifi-Systemen.
- Bis zu 13 Stunden Audio- oder 4.5 Stunden Videowiedergabe mit austauschbarem Akku.
Verpackung und Inhalt[attachthumb=3] [attachthumb=4] [attachthumb=5]
Creative setzt bei dem Zen Vision W auf einen gewöhnlichen und voluminösen Pappkarton, welcher weder mit optischen Spielereien, noch mit ausgefallenen Öffnungsmechanismen aufwarten kann. In dieser Preisklasse hätten wir uns eigentlich etwas mehr erhofft. Der Karton selbst ist mit den wichtigsten technischen Daten ausgestattet und informiert den Käufer bereits vor dem Kauf was er dort tatsächlich erhält und erwarten kann. Wenn die Papphülle entfernt wird, kommt ein dezent gehaltener weißer Karton mit feiner Schrift zum Vorschein, welcher sich nach oben hin aufklappen lässt.
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Zuerst wird dem Kunden das Handbuch mit Garantiekarte präsentiert; darunter befinden sich dann die Schutztasche und der Zen Vision W selbst. Die Schutztasche besteht größtenteils aus einer Art Fließledergemisch. Einerseits scheint sie recht strapazierfähig und stabil zu sein, andererseits ist sie wiederum sehr weich gehalten, wodurch sie exzellenten Schutz vor Kratzern auf dem Display des Zen Vision W bietet. Gegen starke Stöße kann diese jedoch wegen der Flexibilität und dem „Beutelcharakter“ nichts ausrichten, weshalb auch dieser Player äußerst pfleglich behandelt werden sollte.
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„Wow, was für ein riesiges Display“ dachten wir uns, als wir dem Player aus dem Karton zogen. 4,3“ Widescreen-Güte für höchste Ansprüche. Ideale Vorraussetzungen für ein portables Videovergnügen. Damit der Bildschirm beim Transport keine Kratzschäden einstecken kann, wird dieser von einer recht rudimentären Schutzfolie geschützt. Diese bietet eben nur einfachen Schutz und ist nicht für die alltägliche Nutzung gedacht. Hierbei sollte man doch eher auf eine der professionelleren Produkte von 3M und anderen Herstellern setzen, um tatsächlich brauchbaren Schutz für das Display zu erhalten.
Die Erscheinung des Zen Vision W wird größtenteils vom Display dominiert. Zur rechten Seite hin liegen die wichtigsten Knöpfe, wie das digitale Steuerkreuz und die Abspielfunktionen. Der kleine Monolautsprecher liegt unter diesen und ist für einen portablen Spieler dieser Größe relativ klein ausgefallen.
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Zur Rückseite hin befindet sich der großflächige Lithium-Ion-Polymer-Akku, welcher bekanntermaßen einen nahezu nichtvorhandenen Memoryeffekt besitzt und sich damit bestens für die Nutzung in mobilen Geräten eignet. Alle haben danach geschrien und nun wurden die Gebete erhört: Creative spendierte dem Zen Vision W doch tatsächlich einen wechselbaren Akku. Von vielerlei Leuten wurden damals mit der Veröffentlichung eines jeden MP3-Player bemängelt, das ein austauschbarer Akku vorliegt und bei Akkuausfall somit der technische Herstellersupport zu kostenpflichtigen Maßnahmen greifen muss. Ein ganz klares Lob daher an Creative. Mit 1,65Ah ist der Akku für die Größe sehr gut dimensioniert und erklärt somit auch die recht gute Abspiellaufzeit für ein Gerät dieser Art.
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Mit einer Dicke von 2,2 Zentimetern liegt der Creative Zen Vision W im guten Bereich, um ein komfortables Gefühl in der Hand zu vermitteln. Wie bereits zu Beginn erwähnt, eignet sich der Player aufgrund der Größe nicht für die Hosentasche. Auf der Oberseite des Zen Vision W liegen die digitale Lautstärkesteuerung und der Schalter für die Aktivierung und Sperrung des Geräts. Darüber hinaus befindet sich hier noch ein kleines Mikrofon für die integrierte Diktiergerätfunktion. Die linke Seite wird komplett durch den Compact-Flash-Kartenslot eingenommen und bietet eine eigene Staubschutzklappe. Zur Unterseite hin befindet sich der Dockingstation- und USB-Anschluss. Diese werden bei Nichtbenutzung leider nicht vor Staub und Schmutz geschützt. Der wichtige und häufig genutzte 3,5mm Klinkenanschluss für den Kopfhörer wurde an die rechte Seite des Zen Vision W zusammen mit den Audio/Video- und Netzteilanschluss gelegt und teilweise durch eine Gummiverdeckung geschützt.
Das Gehäuse ist nahezu vollständig aus widerstandsfähigen und kratzfesten Magnesium hergestellt, was den hochwertigen Charakter des Gerätes deutlich unterstreicht.
Parallel zur mitgelieferten Schutztasche wird der Käufer noch mit einem Audio/Video-Kabel, einem USB-Kabel, einem Netzteil und eher minderwertigen Kopfhörern beglückt.
Eins sollte an dieser Stelle gesagt werden: Creative hat deutlich bessere Kopfhörer im eigenen Sortiment wie z.B. die Creative EP 630 inEar-Ohrhörer. Warum sie nicht mal auf die Idee kommen, diese einem hochwertigen und teuren Produkt wie diesem beizulegen ist für uns ehrlich gesagt absolut unerklärlich. Ab einem bestimmten Preissegment sollte der Hersteller dem Kunden etwas entgegenkommen.
Nutzung, Bedienung und Eindruck[attachthumb=18] [attachthumb=19] [attachthumb=20]
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Sobald der Schiebeschalter an der Oberseite des Gerätes nach rechts geschoben wird, begrüßt der Zen Vision W den Kunden mit dem Creative-Logo und einem kurzen Startton. Mit einer Auflösung von 480 x 272 Pixeln wird einem hier ein äußerst scharfes Bild mit starker Leuchtkraft und farbreicher Qualität geboten.
Im übersichtlich strukturierten Menü kann der Nutzer sich nun mit dem digitalen Steuerkreuz vor- und zurückbewegen. Hierbei fiel uns auf, dass die Knöpfe auf der Vorderseite des Gerätes offenbar miteinander verbunden sein müssen, da bei einer Bewegung des Steuerkreuzes sich alle weiteren Knöpfe leicht mitbewegten. Den Druckpunkt empfanden wir für die Hauptsteuereinheit als eindeutig zu hart, um komfortabel navigieren zu können. In einer Zeit, wo berührungsempfindliche Sensorflächen auf mobilen Geräten zum Alltag gehören, ist die Lösung des Zen Vision W eindeutig nicht mehr zeitgerecht.
Die Funktionsvielfalt des Gerätes konnte uns jedoch auf dem ersten Blick überzeugen. Die Menüpunkte Musikbibliothek, Fotos, Videos, FM-Radio, Mikrofon und Extras, sowie die Organizerfunktionen mit Kalender, eine Slideshowmöglichkeit mit Musikuntermalung, dem Rating von Musikstücken, Coverartanzeige und die Wechseldatenträgerfunktion gibt dem Nutzer vielfältigste Möglichkeiten an die Hand, um sich jederzeit mobil multimedial unterhalten zu können. Während der Auswahl von Menüpunkten werden die Bildschirmübergänge flüssig mit Animationen überbrückt, was ein modernes Gefühl vermittelt.
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Grundlegende Einstellungen zum Verhalten des Zen Vision W werden unter dem Menüpunkt „System“ vorgenommen. Hier lassen sich Datum und Uhrzeit, Themes, Animationseinstellungen, Equalizer und Oberflächenanpassungen nach den eigenen Wünschen verändern.
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Ein großes Manko bei Datenbankbasierten MP3-Playern war schon immer das Nichtvorhandensein einer Funktion zur Verwendung als herkömmlichen, treiberlosen Wechseldatenträger. Datenbankbasierte MP3-Player bieten einen blitzschnellen Zugriff auf tausende von Dateien in einer übersichtlichen und sortierten Struktur, ohne das die ID3-Tags nachgeladen werden müssen. Nur wenige Festplattenbasierte MP3-Player ohne Datenbank (hauptsächlich iRiver-Geräte) boten die treiberlose Nutzung als Wechseldatenträger an.
Creative bietet nun seit einigen wenigen Geräten die Möglichkeit an, einen Teil des Speichers als Extrapartition anzulegen, um diese als regulären Wechseldatenträger einbinden zu können. Dieser Speicher steht nach der Partitionierung nicht mehr für Musik und Videos zur Verfügung.
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Bei der Compact-Flash-Kopierfunktion lässt sich der Inhalt einer gefüllten Speicherkarte eins zu eins auf die Festplatte des Zen Vision W transferieren, unabhängig welche Dateien hier vorliegen. Handelt es sich dabei um JPEG-Grafiken oder verwertbare Videos, werden diese vollautomatisch in die Foto- und Videobibliothek importiert. Das Zurückkopieren von Inhalten wird dabei nicht ermöglicht.
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Mit dem mitgelieferten Audio-/Videokabel kann der Zen Vision W jederzeit mit dem heimischen Fernseher verbunden werden um Filme auch auf dem großen Bildschirm genießen oder eine Fotoslideshow den Verwandten präsentieren zu können. Für die Skalierung der Videos lassen sich diese sowohl in 4:3 als auch in 16:9 und im Zoommodus betreiben, damit eine optimale Füllung des Bildschirms erzielt werden kann.
Installation der SoftwareMit dem Einlegen der Installations-CD erscheint ein optisch ansprechend gestalteter Installationsassistent, der in der bevorzugten Sprache den Nutzer durch den Installationsprozess führt.
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Mit der Installation können insgesamt vier Programme installiert werden. Der „Creative Zen Vision W“-Punkt stellt die Treiberkomponenten für den Betrieb des Geräts am PC dar.
Der Windows Media Player 10 lässt sich, sofern noch nicht vorhanden, ebenfalls für die Installation hinzufügen, ist jedoch nicht zwingend notwendig. Creatives Media Source Anwendung dient zur komfortablen Verwaltung der multimedialen Inhalte des Zen Vision W und bietet wichtige Funktionen zum Transfer und Konvertierung von Dateien. Der Audible Manager ist ein Verwaltungswerkzeug für Hörbücher und gesprochene Magazine.
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Ein etwas ausführlicheres Handbuch im digitalen Windows Help-Format liegt ebenfalls auf der CD bei und kann über das Installationsmenü und anschließend auch aus dem Startmenü aufgerufen werden.
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Die Installation beginnt. Hübsche Grafiken erklären den Softwareinhalt und überbrücken die moderat lange Wartezeit der Installation. Insgesamt ein optisch gelungener und professionell wirkender Installationsablauf, welcher auch von Einsteigern bewältigt werden kann.
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Nach der Installation steht ein neues Windows-Symbol im Explorer für den schnellen Zugriff auf den Zen Vision W zur Verfügung. Der Media Explorer wurde durch Creative grundlegend überarbeitet (früher Nomad Explorer) und ist nun deutlich einfacher zu bedienen. Wichtige Funktionen lassen sich hier schnell und komfortabel erreichen.
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Wer sich noch an den alten Media Source Organizer von Creative erinnern kann, weiß dass dieser nie wirklich eine Bereicherung für Creative-Kunden war. Anfangs genehmigte sich dieser Unmengen an Arbeitsspeicher, kämpfte mit Stabilitätsproblemen und überforderte dank unübersichtlicher Skins. Mit der neuen Version hat es Creative nun tatsächlich geschafft einen ansehnlichen, übersichtlichen und auch nützlichen Organizer bereitzustellen. Der Arbeitsspeicherverbrauch liegt nun im normalen Bereich, der Programmstart geht nun deutlich schneller von statten und Stabilitätsprobleme gab es zumindest bei unserem Testlauf auch keine mehr. Wie sich das Softwarebundle jedoch unter Vista schlägt, konnten wir mangels Betriebssystem leider nicht nachvollziehen.
Tonqualität und VideogenussNachdem der Zen Vision W mit Musik und diversen DivX-Videos gefüllt wurde, konnte er seine Leistung nun in der alltäglichen Nutzung unter Beweis stellen.
Die Filme kopierten wir hierbei ohne Neukonvertierung durch den Media Source Organizer direkt auf den Player, womit der Zen Vision W kein Problem hatte und diese auch korrekt abspielte.
Als erstes machten wir uns auf, zu einem kleinen Spaziergang zum See. Creative EP630 inEar-Ohrhörer wurden aus der Schublade geholt und mit dem Player verbunden, Equalizer an die eigenen Bedürfnisse angepasst, James Holden mit seinem Sampler „Balance 005“als 320kbit MP3s in die Playlist geladen, der Zen Vision W in den Schutzbeutel geschoben und dieser wiederum in die Innenseite der Jackentasche gesteckt. Los geht’s.
Hierbei war ein wirklich minimales Hintergrundrauschen bei absoluter Stille präsent, welches geringer als beim bewährten Creative Zen Touch ausfiel. Als die Musik ertönte, waren wir angenehm überrascht. Der Klang kann ohne Zweifel mit dem des Creative Zen Touchs mithalten, besitzt jedoch minimal mehr Dynamik in den Mitten. Und wir dachten, das liegt an den Ohrhörern. Die generelle Lautstärke die mit dem Gerät erzielt werden kann misst von absoluter Stille bis zum Gehörschaden, womit an sich alle Geschmäcker abgedeckt sein sollten. Ab 4/5el des Lautstärkebalkens fingen die Ohrhörer dann an stärker zu verzerren, was an der HiFi-Anlage von Onkyo nicht reproduziert werden konnte. Hier scheinen wohl die Ohrhörer selbst am Ende ihrer Belastbarkeit zu sein. Der Audioausgang bietet ohne Zweifel genügend Stärke auch größere Kopfhörer mit genügend Leistung zu versorgen.
Zwischen dem Übergang von dem einen Lied zum nächsten wird auch hier eine kleine „Denkpause“ von 0,2 Sekunden eingelegt. Somit empfiehlt sich generell bei durchgängigen Alben, diese in einem Track zu speichern, wenn auf den störensfreien Übergang Wert gelegt wird.
Während des 30 minütigen Spaziergangs lies sich der Player nicht aus der Ruhe bringen und versorgte uns ohne einen einzigen Ruckler dauerhaft mit Musik.
Als nächstes erprobten wir die Videofunktion in einer Woche S-Bahnfahrt. Bis auf die teilweise merkwürdigen Blicke der Fahrgäste auf den Redakteur, welcher den Blick auf das kleine Gerät für eine Stunde nicht loslassen konnte, hatten wir eine Menge Spaß mit dem Zen Vision W. Die Videos wurden vollständig in konstanter Geschwindigkeit ohne Ruckeln abgespielt. Bei besonders farbreichen Videos machten sich jedoch teilweise die Schwächen des 262k Farbendisplays bemerkbar. Farbliche Übergänge stellte dieser leider nicht so sauber dar, wie man es vom heimischen PC-Monitor oder Fernseher gewöhnt ist. Eine vollständige Schlierenfreiheit gab es hierbei leider auch nicht. Bei besonders schnellen Actionsequenzen konnte man eine recht geringe aber präsente Schlierenbildung ausmachen, welche jedoch beim konstantem Videogenuss nicht sonderlich auffällt.
Die Diktierfunktion war ebenfalls ein nettes Gimmick, welches sich dank eines recht hochwertigen Mikrofons auch als nützlich erwies. Es verursachte bei der Aufnahme ein nur geringes Hintergrundrauschen.
Die vom Hersteller angegebene Akkulaufzeit konnten wir bei 50% Hintergrundbeleuchtung im Videobetrieb weitestgehend nachstellen. Beim Musikgenuss mussten wir jedoch bereits nach 13 Stunden erneut den Griff zum Netzteil machen. (3 Stunden unter der Herstellerangabe) Glücklicherweise dauert der Ladevorgang nur knappe 3 Stunden bis das Gerät wieder vollends einsatzbereit ist und auf den nächsten Trip mitgenommen werden kann.
FazitCreative hat mit dem Zen Vision W wieder einmal bewiesen, dass sie ohne Einwand etwas von Ihrem Handwerk verstehen. Die Tonqualität ist ohne Zweifel erhaben und bietet dem Hörer einen lang anhaltenden mobilen Musikgenuss. Die Videoqualität ist hierbei sehr gut und eignet sich exzellent für das Videovergnügen in der Bahn oder im Bus. Zusammen mit dem Audio-/Videokabel wird der Zen Vision W im Handumdrehen zum tragbaren Stereo-DivX-Player für den heimischen Fernseher. 30GB bietet selbst für den Filmefanatiker genügend Platz, um eine komplette Fernsehserienstaffel im digitalen Format abzuspeichern.
Für den derzeitigen Straßenpreis von 310€ hätten wir uns jedoch über ein höherwertiges Paar Kopfhörer gefreut. Darüber hinaus missfiel uns das Steuerkreuz etwas. Hier hätten wir uns definitiv für eine zeitgemäße, berührungsempfindliche Sensorfläche entschieden, die die Navigation von mehreren Dateien deutlich erleichtern würde.
Alles in allem bietet der Creative Zen Vision W dennoch ein gelungenes multimediales Bundle für Musik, Videos und Bilder, welches seinen Platz im gehobenen Markt vollkommen verdient hat.
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Pro+ stabiles Magnesiumgehäuse
+ riesiges 4,3“ Widescreen-Display mit hoher Auflösung und gutem Kontrast
+ exzellenter Klang und kräftiger Audioausgang
+ ausgereiftes und exzellent bedienbares Softwarebundle
+ Audio-/Videokabel beiliegend
+ 30GB Speichermonster
+ klar strukturierte Menüführung
+ geniale Fotoslideshowmöglichkeit mit Musikuntermalung
+ Direktes Kopieren von DivX/Xvid-Videos ohne Neukonvertierung möglich
+ Photobankfunktion für Compact-Flashkarten
+ gutes Mikrofon mit geringem Hintergrundrauschen
+ Wechseldatenträgerfunktion
Contra- unkomfortables Steuerkreuz mit hartem Druckpunkt
- hoher Straßenpreis von 310€ (inkl. Mwst.)
- minderwertige Kopfhörer
- farbliche Schwächen des 262k-Farben-Displays bei Farbübergängen sichtbar
- minimale Schlierenbildung bei schnellen Sequenzen
- fehlende Unterstützung für populäre Formate (Ogg-Vorbis, PNG, BMP)
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