EinleitungAuch wenn die Hersteller sich mittlerweile bemühen, den Stromverbrauch ihrer Komponenten wieder zu reduzieren (siehe 45nm Technik bei Intels neuem "Yorkfield" sowie Nvidias und AMD/ATIs neue sparsame GPU-Generationen G92 und R670), bleibt das Netzteil mit das wichtigste Bauteil für einen reibungslosen, stabilen Betrieb auch bei übertakteten Komponenten. Aber auch die Netzteilhersteller haben auf die Kundenwünsche reagiert und bieten immer häufiger leise und effiziente Netzteile mit Kabelmanagementfunktion an. So auch Thermaltake mit der nagelneuen Toughpower Q-Fan Serie. Thermaltake, im Jahre 1999 gegründet und eigentlich bekannt für das umfassende Angebot an Luft- und Wasserkühllösungen sowie Gehäusen für den PC, hat sich vor allem mit der "Toughpower" Serie einen Namen in der Netzteilwelt erschaffen können. Die nun überarbeitete Serie mit dem Zusatz "Q-Fan" setzt auf eine neue Art der Belüftung, nämlich einen 140mm Boliden mit patentierten Lüfterflügeln und einer rahmenlosen Befestigung. Die neue Serie ist mit 500W sowie 650W Leistung zu haben, wir testen im Folgende das 500W Modell.
Vielen Dank an[attach=1]Thermaltake Toughpower Q-Fan 500W Cable Management - Das Netzteil im DetailMit dem 500W starken Q-Fan testen wir das kleine Modell der neuen Netzteilserie von Thermaltake. Mit einer Dauerleistung von 500W ist das Q-Fan für alle aktuellen High-End-Systeme mit Quadcore bestens geeignet. Bei gleichzeitigem Einsatz von Dual-GPU-Gespannen der alten Generation (G80/R600) sollte man jedoch das größere Modell vorziehen.
Als Besonderheit dient die namensgebende, neue Belüftung des Gerätes. Ein rahmenloser, weißer 140mm Lüfter mit speziellen Lüfterflügeln sowie seitliche Lufteinlässe sollen eine leise und sehr effiziente Kühlung des Netzteiles ermöglichen. Des Weiteren verfügt das Q-Fan über ein Kabelmanagementsystem, um nicht benötigte Kabel einfach wegzulassen, statt mühevoll im Gehäuse zu verräumen. Um auch Leistungstechnisch vorne mit dabei zu sein, setzt Thermaltake auf drei voneinander unabhängige 12-Leitungen, die mit 2x18A und 1x16A belastet werden können (kombiniert 36A). Die 500W liefert das Netzteil laut Thermaltake auch noch stabil bei einer Umgebungstemperatur von hohen 50°C bei einer Effizienz von bis zu 85%.
Features und technische Daten- Leistung: 500W
- Abmessungen: 150mm(L)x160mm(W)x86mm(H)
- Gewicht: 2.02 Kg
- PFC: Active PFC (PF > 0.9)
- Drehzahl: 1.900 U/min max.
- Airflow: 93 CFM max.
- Kugellager: Doppelt-Kugelgelagert
- P. G. Signal: 100-500 ms
- Effizienz: bis zu 85%
- Verzögerungszeit: 16ms bei 80% of full load
- MTBF 120,000 Std. Minimum
- +3.3V: 30A
- +5V: 28A
- +12V1: 18A
- +12V2: 18A
- +12V3: 16A
- 12V kombiniert: 432 Watt
- -12V: 0.8A
- +5Vsb: 3A
- Anschlüsse:
- 1x 20/24pin Mainboardanschluss
- 7x 4pin Molex
- 6x S-ATA
- 2x 6pin PCIe
- 1x 8pin/4pin CPU
- 2x Floppy
- Betriebstemperatur: 10°C bis 50°C
- Überspannung, Überstrom, und Kurzschlusssicherheit
EMI Freigaben: CE, CB, TUV, FCC, UL, CUL, und BSMI zertifiziert - ATX 12V 2.2 & EPS 12V 2.91, Aktiv PFC
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Verpackung / Lieferumfang Das Netzteil kommt in einem optisch ansprechenden, farbig bedruckten Karton zum Kunden, alle Features sowie die technischen Daten sind auf englisch abgedruckt, viele Bilder illustrieren den Lieferumfang sowie das Innenleben. Der Karton wirkt hochwertig und ist sehr stabil.
Nach dem Öffnen kommt die englischsprachige, bebilderte Bedienungsanleitung hervor. Ebenso findet man vier zur Montage benötigten Schrauben und, sehr löblich, einen Entkopplungsrahmen aus Silikon, der das Netzteil vom Gehäuse entkoppelt und so eventuell entstehenden Vibrationen absorbiert. In einer Tasche mit Klettverschluss sind alle Kabel für das Kabelmanagement untergebracht, auch der Kaltgerätestecker ist enthalten. Das Netzteil selbst ist nochmals extra in dickem Schaumstoff verpackt und mit Luftpolsterfolie umwickelt, ein Schaden auf dem Transportweg kann somit beinahe ausgeschlossen werden!
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Erscheinungsbild / ImpressionenAuch beim Design des neuen Modells hat Thermaltake einmal mehr aus dem Vollen geschöpft. Beim Q-Fan setzt man auf eine hochwertige Lackierung im Titan-Look, die sehr gut zum weißen, rahmenlosen 140mm Lüfter passt. Ebenfalls imposant sind die neuen Lüfteröffnungen des Q-Fan Designs an der Seite. Diese sollen eine beinahe luftgeräuschfreie Kühlung ermöglichen. Optisch zeigt sich der neue Spross also von der besten Seite. Das Netzteil ist mit einer Länge von 16cm gut 2cm länger als ein Standardformat-NT, sollte jedoch trotzdem in jedes Gehäuse passen. Da das Q-Fan einen universalen Spannungseingangsbereich hat, fehlt ein 115v auf 230v Umschalter. Auf der Rückseite findet man die Steckverbindungen für das Kabelmanagement-System. Löblich: Alle Kabel sowie eben diese Stecker am Netzteil sind farblich codiert und gut beschriftet, ein Verwechseln sollte also nicht vorkommen. Weiterhin sind die Verbindungen sehr sicher und rasten gut merkbar ein. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass nur der 20/24Pin ATX-Stecker fest am Netzteil montiert ist, alle anderen Kabel können nach Belieben zugesteckt werden. Die Kabelstränge sind vollständig ummantelt, wirken sehr edel und vertrauenserweckend und sind trotz der Ummantelung sehr flexibel und lassen sich problemlos verlegen. Mit einer Mindestlänge von knapp 50cm sind sie zudem ausreichend lang dimensioniert, höchstens in sehr großen Bigtowern/Servertowern könnte es knapp werden. Sämtliche Kabelstränge wurden verpolungssicher konzipiert, wodurch ein verkehrtes Zusammenstecken der Kabel nicht möglich ist.
Insgesamt stehen dem Anwender 2x6Pin PCI-Express-Anschlüsse zur Verfügung, die jeweils von einer eigenen 12V-Leitung versorgt werden, wodurch eine optimale Spannungsstabilität erreicht wird. Leider verfügt das Netzteil über keinen 6+2Pin-Anschluss für AMD/ATI Grafikkarten, jedoch über einen 4+4Pin Zusatzstecker für stromhungrige Mainboards. Die 6 SATA-Stromstecker sind an zwei eigenständigen Kabelsträngen a 3 Stück untergebracht. So hat mal also bei Verwendung von 3 oder weniger SATA-Festplatten auch nur ein Kabel mit 3 Steckern im Gehäuse und nicht alle 6. Gleich verfährt Thermaltake bei den 4pol Steckern für die Laufwerke samt Floppy-Anschluss.
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VerarbeitungDie Verarbeitung der neuen Serie ist, wie schon beim älteren Toughpower, als sehr gut einzustufen. Die Lackierung des Gehäuses sieht sehr edel aus, die Kabel sind ummantelt und gut beschriftet, die Steckverbindungen wirken vertrauenserweckend, auch wenn sie aus Plastik sind. Scharfe Kanten sucht man ebenfalls vergeblich. Zudem ist kein Knacken oder Knarzen festzustellen, wenn man das Netzteil in die Hand nimmt, das Gehäuse ist stabil.
Einbau und TestdurchlaufDer Einbau geht wie bei jedem Netzteil leicht von der Hand. Einziger Unterschied hierbei ist der Vibrationsaufnehmer, den Thermaltake dem Paket beilegt. Dieser wird lediglich auf das Netzteil aufgeschoben und hält durch den Anpressdruck der Schrauben. In unserem Test absorbierte er die Vibrationen einwandfrei, hier ein Lob an Thermaltake.
Um das Netzteil auf Herz und Nieren zu testen, quälten wir es mit einem eigentlich zu stromhungrigen System, bestehend aus einem Quadcore und einem CF-Gespann.
TestsystemCPU: Intel Core 2 Quad Q6600 @ 3,6GHz @ 1,42v
Motherboard: Asus Maximus Formula ROG S.E.
Ram: 4x1GB Crucial BallistiX Tracer
Grafikkarte: 2x Sapphire HD2900 XT @ Crossfire
Betriebssystem: Windows XP SP2
Wasserkühlung
TestergebnisseWir machten es dem neuen Q-Fan alles andere als leicht, denn das Testsystem wird eigentlich mit einem 1KW Netzteil von BeQuiet befeuert, welches wir als Vergleichsnetzteil für die Effizienzmessungen, die Spannungsstabilität sowie die Lautstärke einspannten. Der Aufbau des Systems gestaltete sich etwas problematisch, da das Q-Fan nur über 2x6Pin PCIe verfügt, die ATI-Karten aber eigentlich 2x6Pin und 2x8Pin benötigen. Durch Adapter wurde das Problem aber dann gelöst.
Gleich zu Beginn wurden wir positiv von der geringen Geräuschentwicklung des kleinen Q-Fan überrascht. Im Idle-Betrieb säuselt der Lüfter beinahe unhörbar vor sich hin und das, obwohl mit gut 250W schon knapp 50% der Leistung abgerufen werden! Für die Effizienzmessung nutzten wir vier verschiede Lastzustände:
- 1. Idle / Windows Desktop
- 2. 2D-Last / 4 Instanzen Prime95
- 3. 3D-Normallast / Szene aus "HL2-EP2"
- 4. 3D-Peak-Load / Maximalverbrauch im "World in Conflict" Benchmark
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Wie der Grafik zu entnehmen ist, schlägt sich das 500W Q-Fan sehr beachtlich gegen den doppelt so starken und wesentlich teureren "Konkurrenten" von BeQuiet und liegt lediglich dann zurück, wenn die Auslastung bei gut 100% liegt. Wir waren sehr überrascht, dass das System weiterhin sehr stabil lief, ergaben die Messungen doch schon gut 550W Verbrauch! Das Q-Fan meisterte diesen harten Parcours mit bravour, lediglich die Lautstärke und Hitzeentwicklung machten klar, dass das Netzteil eigentlich schon stark am Limit lief. Während es im mittlereren Lastbereich noch sehr leise arbeitet, ist es bei Volllast doch deutlich wahrnehmbar und schon fast als "störend" einzustufen. Auch der "Handtest" am Luftauslass bestätigte, dass unter Volllast doch einiges an Hitze abgegeben wird.
Die Spannungen wurden mit Asus PC-Probe ausgelesen, folgenden Werte konnten aufgenommen werden:
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Auch hier sieht man, dass das Q-Fan mit sehr guten Komponenten bestückt ist, die Spannungen sind sehr stabil und innerhalb der ATX-Spezifikation.
FazitDas Thermaltake Q-Fan 500W Cable Management überraschte uns in diesem Test mehrmals und zeigte sich von seiner besten Seite. Dies fängt schon bei der Verpackung an, welche Thermaltake gegenüber der alten Serie stark verbessert hat. Der Karton wirkt viel ansprechender und das Netzteil ist besser vor Schäden geschützt. Doch auch die Verarbeitung ist tadellos, das neue Design wirkt edel und frisch, das Kabelmanagement ist gut durchdacht. Die Kabel sind ausreichend lang und gut ummantelt, aber immernoch flexibel genug. Lediglich für kleine Systeme bleibt ein Wehrmutstropfen bestehen: Ein Kabelstrang, der 4pol Laufwerksanschlüsse mit SATA-Stromanschlüssen kombiniert, fehlt leider und so liegen eventuell viele Stecker brach und müssen verstaut werden. Auch negativ: Ein 6+2Pin PCI-E Stecker fehlt völlig.
Doch auch bei der Lautstärkebetrachtung konnte das neue Netzteil punkten. Bei geringer Belastung geht das Q-Fan-Desing voll auf, das Netzteil ist so gut wie nicht wahrnehmbar, doch ab ca. 80% Auslastung dreht der Lüfter merkbar auf und das NT wird sogar störend laut. Fairerweise muss man erwähnen, dass der eigentliche Einsatzort für diese Netzteilklasse auch ein PC mit einer Verlustleistung von ca. 350W ist und genau in diesem Bereich arbeitet das Q-Fan sehr effektiv und auch sehr leise. Sehr positiv: Die Spannungsstabilität bei Volllast und auch die Effizienz. Hier spielt das Thermaltake ganz oben mit! Das Netzteil leistet sich also kaum Schwächen, der Lieferumfang ist sehr groß und der Preis mit knapp unter 80€ auch sehr fair gestaltet.
Für diese tadellose Vorstellung verleihen wir den Top Performance Award!
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Pro+ "echte" 500Watt
+ Stabile Spannungen
+ Hohe Effizienz
+ Sehr hochwertige Verarbeitung
+ Tolles optisches Finish
+ Modulares Kabelmanagement
+ Ummantelte Kabelstränge
+ Leises Betriebsgeräusch bei normaler Auslastung
+ Anti-Vibrationsrahmen wird mitgeliefert
+ Gutes Preis/Leistungsverhältnis
Contra- Kein 6+2Pin PCI-E Anschluss
- Für kleine Systeme ungünstige Aufteilung der Kabelstränge für 4pol-Laufwerksanschluss und SATA
- Laut und recht warm bei hoher Last